Seite drucken        Seite schließen 

 

Schriftgröße: - +   Kontakt    Sitemap

welt-sichten

welt-sichten bestellen

Newsletter






Kurz berichtet


Im vergangenen Jahr sind mindestens 86 Journalisten in 21 Ländernwährend oder wegen ihrer Arbeit ums Leben gekommen. Das ist der höchste Stand seit 1994. In der großen Mehrheit der Fälle wurde niemand zur Rechenschaft gezogen. Das berichtet „Reporter ohne Grenzen“ in seiner Jahresbilanz, die Anfang Januar vorgelegt wurde. Das gefährlichste Land für Journalisten war wie schon während der vier Jahre zuvor der Irak. Dort starben 47 Medienschaffende, bis auf einen sämtlich Iraker. Das zweitgefährlichste Land war Somalia, wo 8 Journalisten ums Leben kamen. Vier von ihnen sind gezielt ermordet worden. In Pakistan starben 6 Journalisten, in Sri Lanka 3. Mindestens 67 Journalisten wurden 2007 in 15 Ländern entführt, davon allein 25 im Irak.

In rund 30 Ländern werden Medienschaffende wegen unliebsamer Berichte inhaftiert. 2007 gab es laut „Reporter ohne Grenzen“ mindestens 887 Verhaftungen, die meisten in Pakistan (195),Kuba (55) und im Iran (54). 130 Journalisten saßen Ende 2007 wegen ihrer Recherchen und Berichte in Haft, davon 33 in China und 24 in Kuba. Schlimm ist die Lage auch in Eritrea: Von 15 Journalisten, die dort im Laufe des Jahres 2007 inhaftiert wurden, sind vermutlich vier wegen der desolaten Zustände in den Gefängnissen gestorben.


(bl)

welt-sichten 1-2008