Kurz notiert
Seit dem verheerenden Tsunami vor fünf Jahren haben deutsche Schulen, Kommunen, Vereine und Unternehmen rund 300 Hilfsprojekte in Südostasien unterstützt. Zunächst koordinierte die von Bundeskanzler Gerhard Schröder ins Leben gerufene Partnerschaftsinitiative bei InWent die Hilfs- und Partnerschaftsangebote aus den Kommunen. Die Initiative beriet die Anbieter, prüfte und vermittelte geeignete Projekte. 2007 hat die InWent-Servicestelle Kommunen in der Einen Welt diese Aufgaben übernommen. Die Spendengelder sind vor allem in Indien, Indonesien und auf Sri Lanka in die Sicherung der Trinkwasserversorgung, die Instandsetzung von Krankenhäusern und den Wiederaufbau von Siedlungen geflossen. In einigen Fällen ist aus einer einmaligen Spende ein langjähriges Engagement für die Partner entstanden – so zum Beispiel bei der schwäbischen Stadt Schwetzingen: Aus der Spende für ein Waisenhaus auf Sri Lanka wurde ein langfristiges Partnerschaftsprojekt. Schwetzingen hat Hilfen bis zum Jahr 2016 zugesagt.
(cm)
In der westfälischen Stadt Lünen engagieren sich die beiden türkisch-islamischen Ditib-Gemeinden im Bündnis gegen ausbeuterische Kinderarbeit. Sie verpflichten sich damit, im eigenen Verantwortungsbereich auf Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit zu verzichten und den fairen Handel zu unterstützen. Das Bündnis umfasst ein breites Spektrum gesellschaftlicher Gruppen, darunter die Lüner Initiative gegen Globale Armut, der Deutsche Gewerkschaftsbund, Kirchen, Sportverbände und der SPD-Bürgermeister der Stadt. Die Initiative will, dass in Lünen keine Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit mehr beschafft werden. Außerdem haben sich die Beteiligten dazu verpflichtet, den fairen Handel zu stärken, denn nur dieser garantiere den Verzicht auf die Ausbeutung von Kindern.
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