Was sind wir wert?
Wie Menschenleben als monetäre Größe behandelt werden
Von Jörn Klare
Ob Straßenverkehr, Umweltschutz oder Gesundheitswesen: Immer mehr Entscheidungen für Investitionen werden aufgrund von Kosten-Nutzen-Rechnungen getroffen, in die Annahmen über den monetären Wert von Menschenleben einfließen. Dessen Berechnung trug zum Ende des 19. Jahrhunderts zwar dazu bei, Sozial- und Bildungsausgaben zu rechtfertigen, leistete aber auch der Rassenhygiene Vorschub. Zur Unantastbarkeit der Menschenwürde stehen solche Kalkulationen in tiefem Widerspruch.
Jörn Klare
arbeitet als freier Journalist unter anderem für den Deutschlandfunk und
„Die Zeit“. Ende Mai 2010 erscheint im Suhrkamp-Verlag sein Buch „Was
bin ich wert? Eine Preisermittlung“.
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