Evangelische Entwicklungswerke wollen fusionieren
Die drei kirchlichen Entwicklungsorganisationen Evangelischer Entwicklungsdienst (EED), „Brot für die Welt“ und Diakonie Katastrophenhilfe wollen sich zusammenschließen. Das neue Werk soll seinen Sitz in Berlin haben. Der Umzug der Organisationen aus Bonn und Stuttgart ist für 2012 oder 2013 vorgesehen. Die Aufsichtsräte von EED und Diakonischem Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) haben sich Ende Februar für die Fusion entschieden. „Wir halten den Zusammenschluss für notwendig, er stärkt die Werke und er stärkt die Entwicklungsarbeit im In- und Ausland“, sagte der EED-Vorstandsvorsitzende Konrad von Bonin der Nachrichtenagentur epd. Die Fragen nach der Rechtsform, dem Zeitplan, dem weiteren Verfahren und den Finanzen seien derzeit noch offen.
Erste Vorschläge sollten den Aufsichtsgremien des EED und des Diakonischen Werkes im Juni vorgelegt werden. Der Umzug wird nach EED-Angaben nicht aus Spendenmitteln finanziert. Diakoniepräsident Klaus-Dieter Kottnik, der für „Brot für die Welt“ und die Katastrophenhilfe zuständig ist, sagte dem epd, er hoffe, dass es zu einem neuen Werk „unter dem Dach der Diakonie“ komme. Die inländische und die internationale Diakonie könnten im Zusammenwirken voneinander lernen. „Brot für die Welt“ leistet in rund 1.000 Projekten gemeinsam mit einheimischen Kirchen und Partnerorganisationen in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa Hilfe zur Selbsthilfe. Die Diakonie Katastrophenhilfe ist weltweit in Krisen und Katastrophen im Einsatz. Der EED fördert jährlich 300 Projekte und Programme in Afrika, Asien und Lateinamerika, in Ozeanien, Südosteuropa und im Kaukasus. Zudem vermittelt er deutsche Fachleute nach Übersee und vergibt Stipendien an Nachwuchskräfte aus Partnerländern. (gwo)
