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Kurz notiert

Die Bevölkerung im Norden Afghanistans befürwortet überwiegend das Engagement der internationalen Truppen und Entwicklungsorganisationen.

Das geht aus einer gemeinsamen Studie der Freien Universität (FU) Berlin und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hervor. Wissenschaftler der FU hatten rund 2000 Haushalte befragt, unter anderem in den Provinzen Kundus und Takhar, wo die Bundeswehr im Rahmen des Isaf- Mandats im Einsatz ist. Auch deutsche zivile Aufbauhelfer engagieren sich verstärkt im Norden Afghanistans.

Mehr als drei Viertel der Befragten gaben an, dass sich die Sicherheitslage in den vergangenen beiden Jahren verbessert habe. Ganz oben in der Wertschätzung der Bevölkerung stehen laut der Studie Straßenbau, Trinkwasserprojekte und der Aufbau von Schulen. Besonders geschätzt werden zudem Bildungsmöglichkeiten für Mädchen. Die FU-Forscher wollen mit der Untersuchung zu einer differenzierteren Diskussion über die Zukunft des deutschen und internationalen Engagements in Afghanistan beitragen. Bislang dreht sich die Debatte überwiegend um die Ausweitung des militärischen Mandats einschließlich deutscher Kampfeinsätze. (di)

welt-sichten 2/3-2008