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Kurz notiert

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sieht bescheidene Erfolge im Kampf gegen die weltweite Armut.

Es gebe „klare Anzeichen“ für stabile, aber uneinheitliche Fortschritte in den ärmsten Ländern, erklärt der scheidende Vorsitzende des Entwicklungshilfeausschusses der OECD (DAC), Richard Manning, im diesjährigen DAC-Bericht zur öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit.

Vor allem in den Bereichen Bildung und Gesundheit, in denen die Ausgaben für Entwicklungshilfe in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen sind, seien messbare Resultate erzielt worden. Im Jahr 2006 seien 242.000 Kinder an Masern gestorben, 68 Prozent weniger als im Jahr 2000. Die Zahl der Grundschüler in den Ländern des südlichen Afrika habe sich zwischen 1999 und 2005 um mehr als ein Drittel erhöht.

Laut dem Bericht, der Mitte Februar veröffnetlicht wurde,  kam der Anstieg der Hilfe seit 2002 vor allem den ärmsten Ländern zugute. Als Versäumnis wertet Manning, dass der Anteil für Länder mit guter Regierungsführung nicht gestiegen ist. Ermutigend seien Fortschritte in den Staaten südlich der Sahara, die eigenen Einnahmen zu erhöhen. Zwischen 2001 und 2006 seien die Staatseinnahmen deutlich stärker gewachsen als die Entwicklungshilfe. Der Report wertet das als wichtiges Argument gegen Bedenken, Entwicklungshilfe mache abhängig.     (gwo)

welt-sichten 2/3-2008