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welt-sichten. Magazin für Entwicklungspolitik und ökumenische Zusammenarbeit

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Kurz notiert

Rosen, Brot und weiße Fahnen sind die Symbole der diesjährigen ökumenischen Kampagne von Brot für alle und Fastenopfer zugunsten der 850 Millionen hungernden Menschen weltweit.

„Damit das Recht auf Nahrung kein frommer Wunsch bleibt“, lautet der Titel der Kampagne. Ein spezielles „Brot zum Teilen“ wird bis Ostern in über 300 Bäckereien in der ganzen Schweiz verkauft. Am 1. März verkauften zudem Freiwillige 150.000 Max-Havelaar-Rosen vor Kirchen und in Fußgängerzonen, um Projekte der beiden Hilfswerke zu unterstützen. Die Kirchen haben am 10. Februar zum Kampagnenstart landesweit weiße Fahnen an ihren Türmen ausgehängt, um damit für eine Erhöhung der Schweizer Entwicklungshilfe auf 0.7 Prozent des Bruttonationalproduktes zu demonstrieren.

Die dreigleisige Kampagne ist der Startschuss für eine dreijährige Themenreihe zum „Recht auf Nahrung“. Sie löst die im vergangenen Jahr erfolgreich abgeschlossene Dreijahreskampagne zu fairen Arbeitsbedingungen ab. Diese hatte unter anderem die unmenschlichen Arbeitsverhältnisse in der Computerindustrie in Asien untersucht. Die Kampagne hatte zu einer Motion (einem Antrag) im Nationalrat geführt, der Bundesrat möge EDV-Geräte für die Verwaltung nur bei solchen Firmen kaufen, die ökologische und soziale Richtlinien beachten. In seiner Antwort beantragte der Bundesrat die Ablehnung der Motion. Im Plenum wurde sie indes noch nicht behandelt.

Sarah Fasolin / InfoSüd


Die Beziehungen zwischen nichtstaatlichen Organisationen (NGOs) und dem Bund kommen auf den Prüfstand.

Welche Rolle spielen NGOs in der Schweizerischen Migrationspolitik und in der Entwicklungszusammenarbeit? Diesen Fragen will die parlamentarische Verwaltungskontrolle auf den Grund gehen. Den Auftrag gaben die Geschäftsprüfungskommissionen (GPK) des Nationalrates und des Ständerates. Die „Geldflüsse und Schnittstellen“ zwischen NGOs und Verwaltung seien „undurchsichtig“, heißt es zur Begründung. Grund für die weiteren Prüfungen gebe der von der GPK des Ständerates Ende 2006 vorgelegte Bericht zur Geschäftstätigkeit der DEZA, sagt Pierre-François Veillon, Präsident der GPK Nationalrat. Darin wurde die DEZA „für ihre international anerkannte Arbeit von hoher Qualität“ gelobt, gleichzeitig aber auch für Führungsmängel und einen auf zu viele Posten zersplitterten Haushalt kritisiert. Die DEZA investiert nach eigenen Angaben 16 Prozent ihres jährlichen Budgets (rund 60 Millionen Schweizer Franken oder 37,2 Millionen Euro) in die Arbeit nichtstaatlicher Organisationen.     

(is)

welt-sichten 2/3-2008