Kurz notiert
„Stoppt den unfairen Handel!“ Unter diesem Motto steht die ökumenische Kampagne 2010 von Fastenopfer (katholisch), Brot für alle (evangelisch) und „Partner sein“ (christ-katholisch). Die drei Hilfswerke fordern Handelsregeln, welche die Rechte der Menschen im Süden berücksichtigen. Zudem sei ein Umdenken in der Agrarpolitik nötig. „Fair Trade“ solle Handlungsalternativen für Konsumierende aufzeigen, betonten Beat Dietschy von Brot für alle und Antonio Hautle von Fastenopfer zum Start der Kampagne Mitte Februar vor den Medien in Bern.
Arme Länder verlieren auf Grund unfairer Handelsbedingungen nach Schätzungen der Vereinten Nationen jährlich rund 700 Milliarden Dollar, ein Mehrfaches der Entwicklungshilfe weltweit. In der Schweiz habe der Faire Handel eine europaweite Spitzenposition, sagt Dietschy. Brot für alle und Fastenopfer sind Mitbegründer von mehreren Fairhandelsinitiativen, etwa des Fair-Trade-Unternehmens „claro“ sowie von Max Havelaar und seinem Teppich-Label Step und der Kampagne für Saubere Kleidung (CCC). Mit ihrer Kampagne für eine verantwortungsvolle Computerindustrie „High Tech – No Rights“ haben die beiden Werke unlängst eine weitere Entscheidungsgrundlage für eine faire öffentliche Beschaffungspolitik vorgelegt. Darüberhinaus haben sie für die ökumenische Kampagne in diesem Jahr das „World Fair Trade Poker“ kreiert. Das Spiel macht deutlich, welche Konsequenzen das globale Pokern mit Lebensmitteln hat und welche Alternativen es geben könnte.
(IS)
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