Nicht ohne die Milizen
In Darfur muss man die arabischen Stämme in die Friedensgespräche einbeziehen
Von Julie Flint
Die Milizen, mit denen die sudanesische Regierung in Darfur den Aufstand brutal bekämpft hat, wurden überwiegend aus arabischen Stämmen dort rekrutiert. Sie konnten nie wirklich aus Khartum kontrolliert werden. Nun gehören die arabischen Hirtennomaden zu den Verlierern des Krieges in Darfur. Nur wenn man ihre Führer an den Verhandlungen beteiligt und an lokale Versöhnungsprozesse anknüpft, kann die Gewalt beendet werden.
Julie Flint
ist Journalistin und Sudan-Expertin. Sie hat zusammen mit Alex de Waal
ein Buch über den Krieg in Darfur verfasst und als Beraterin zu Darfur
für NGOs und internationale Organisationen gearbeitet, unter anderem
zwei Jahre im Rahmen der Verhandlungen in Abuja.
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