„Jeder soll vom Ölreichtum profitieren“
Im Tschad geht der Kampf um die gerechte Verteilung der Erdöleinnahmen weiter
Gespräch mit Pater Antoine Dathol Bérilengar
Die Erdölförderung im Tschad sollte der Entwicklung und der Armutsbekämpfung dienen – das vereinbarten die Regierung, die beteiligten Ölkonzerne und die Weltbank im Jahr 2000. Ein Gesetz legte die Aufteilung der Einnahmen fest, es wurde jedoch 2006 in wesentlichen Punkten abgeschwächt. Zwei Jahre später zog sich die Weltbank aus dem Modellprojekt zurück, weil die Regierung sich nicht an die Abmachungen hielt. Pater Antoine Dathol Bérilengar war Mitglied der Kommission, die die Verwendung der Öleinnahmen überwachen sollte. Er setzt sich weiter dafür ein, dass sie auch der Bevölkerung zugute kommen.
Pater Antoine Dathol Bérilengar
ist Direktor des „Centre d’Etudes et de Formation pour le Développement“
(CEFOD), eines Zentrums für Erwachsenenbildung in N’Djamena. Das Zentrum wird von Misereor unterstützt.
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