Markt-gläubig in die Krise
Die meisten Ökonomen und Politiker haben sich zum Dogma des freien Marktes bekehrt – zu unser aller Schaden
Von Stephan Schulmeister
Die Weltwirtschaft steckt in der tiefsten Krise seit den 1930er Jahren. Dies ist das Ergebnis von Jahrzehnten einer verfehlten Politik: Seit den 1970er Jahren haben die politischen Eliten in den großen Industrieländern ebenso wie die Ökonomen sich zu Rezepten bekehrt, die an den Interessen des Finanzkapitals orientiert sind statt an denen der produzierenden Unternehmen und der Beschäftigten. Nun, in der Krise, fällt es schwer, sich von der zum Dogma gewordenen Theorie vom freien Markt wieder zu lösen.
Stephan Schulmeister
ist Wirtschaftsforscher in Wien.
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