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welt-sichten. Magazin für Entwicklungspolitik und ökumenische Zusammenarbeit

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Wer ist’s?

Der gebürtige Budapester gilt als einer der wenigen Esperanto-Muttersprachler der Welt. Als Kind sprach er auch deutsch, die Sprache seines Kindermädchens. Er stammt aus einer jüdischen Familie und überlebte den Zweiten Weltkrieg dank falscher Papiere. 1947 emigrierte er nach England, wo er sich anfangs als Kellner und Gepäckträger verdingte und fünf Jahre später an der London School of Economics graduierte. 1956 ging er nach New York, wo er Ende der 1960er Jahre seine ersten Investitionsfonds gründete. Berühmt wurde er 1992, als er gegen die britische Währung spekulierte, damit eine gute Milliarde Dollar verdiente und zum Absturz des Pfund-Kurses beitrug.

Heute kritisiert er den Finanzkapitalismus: Er sei er als Manager von Hedge Fonds dank der Finanzmärkte steinreich geworden, kenne aber deren Fehler genau. Der Multimilliardär und fünffache Vater hat die politische Entwicklung vieler Länder mit gezielten Spenden beeinflusst. So unterstützte er die polnische Solidarnosc in den 1980ern, die Bewohner von Sarajevo während der Belagerung und nicht zuletzt den Wahlkampf von Barack Obama. In mehr als 60 Ländern finanziert der elitäre Philanthrop Entwicklungsprojekte und oppositionelle Bewegungen. Dennoch hat er viele Kritiker: 2005 wurde er in Tiflis mit Eiern beworfen, und in den USA wurde ihm unterstellt, die Medien und die Politik wie ein Puppenspieler zu lenken. Wer ist’s?

Auflösung aus Heft 3: Gesucht war die 1970-1975 von Chinesen gebaute Tazara-Bahn (Tanzania Zambia Railway).

welt-sichten 04-2010