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Finanzierungsquellen für die internationale Klimapolitik

Sven Harmeling, Christoph Bals, Wolfgang Sterk, Rie Watanabe
Funding sources for international climate policy. A criteria-based analysis of the options discussed under the UNFCCC
Germanwatch Briefing Paper,
März 2009

www.germanwatch.org

Der Klimawandel kann nur noch gebremst werden, wenn auch Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Treibhausgasemissionen begrenzen. Dazu sind sie nur bereit, wenn sie im Gegenzug verbindliche Zusagen für hohe Finanztransfers zusätzlich zur Entwicklungshilfe erhalten, aus denen sie Klimaschutzmaßnahmen - etwa effiziente Technik und Waldschutz - ebenso bezahlen können wie Anpassungen an die Folgen der Erderwärmung. Die wichtigsten Vorschläge, die nötigen zwei- bis dreistelligen Milliardenbeträge pro Jahr aufzubringen, haben Germanwatch und das Wuppertal-Institut in ihrem neuen Briefing Paper auf ihre Tauglichkeit untersucht. Sie fragen nicht nur, wie viel Geld jeweils generiert werden kann, sondern auch ob ein Mechanismus politisch durchsetzbar erscheint, Anreize für den Klimaschutz setzt oder Wettbewerbsverzerrungen erzeugt. Am besten wäre danach, die Staaten für die ihnen unter dem Kyoto-Nachfolgeabkommen erlaubten Emissionsmengen teilweise bezahlen zu lassen. Zusätzlich sollte der internationale See- und Luftverkehr in den Emissionshandel einbezogen werden. Den Emissionshandel innerhalb von Staaten oder der Europäischen Union anzuzapfen, hält die Studie für den zweitbesten Weg. Eine globale Kohlenstoffsteuer - eine theoretisch sehr gute Lösung - beurteilt sie als politisch kaum durchsetzbar. Zahlungen aus den Staatshaushalten der Industrieländer seien den Entwicklungsländern zu wenig verlässlich, und viele andere sehr spezielle Instrumente brächten zu wenig ein.


(bl)

welt-sichten 05-2009