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welt-sichten. Magazin für Entwicklungspolitik und ökumenische Zusammenarbeit

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Kurz notiert

Die „bisherigen Gestaltungsspielräume und Alleinstellungsmerkmale“ von GTZ, DED und InWent müssen erhalten bleiben. Das fordern die drei Organisationen in einem gemeinsamen Positionspapier zu der vom Entwicklungsministerium angestrebten Fusion. Ansonsten wimmelt es in dem Papier, das „welt-sichten“ vorliegt, von Floskeln; genaueres findet sich kaum. Man begrüße es, heißt es etwa darin, dass die BMZ-Leitung den Organisationen „weiterhin einen Gestaltungsspielraum“ zubillige, wie ein „identitätsstiftendes Geschäftsmodell“ aussehen könne. „Gemeinsame Werte“ sollten „weiter herausgearbeitet“, die verschiedenen Geschäftsfelder und Instrumente zu einander „in Bezug gesetzt werden“.

Konkreter wird das Papier lediglich darin, dass die neue Organisation künftig komplett im Auftragsverfahren arbeiten solle – was bisher ein besonderes Merkmal der GTZ war, die auch sonst alles daran setzt, ihre bisherige Dominanz und Arbeitsweise – einschließlich der Erlaubnis von Drittgeschäften – möglichst ungeschmälert in die neue Struktur hinüberzuretten.

Ein „Konsens“ eigener Art findet sich derweil zum Punkt „Fusionsrendite“. Dort heißt es zur wichtigen Frage der künftigen Rechtsform: „Es besteht Konsens (…), dass die Klärung der zukünftigen Rechts- und Gesellschaftsform (…) die grundsätzliche Voraussetzung ist, um eine quantitative Analyse einer Fusionsrendite (Abbau von Doppelstrukturen) vornehmen zu können.“ Bis Herbst soll alles stehen – aber wie?


(di)

welt-sichten 05-2010