Seite drucken        Seite schlie?en 

 

welt-sichten

welt-sichten bestellen

Suche

welt-sichten. Magazin für Entwicklungspolitik und ökumenische Zusammenarbeit

Login

Login

Newsletter



Newsletter absenden

welt-sichten


Kurz notiert

Die Stadt Hannover will den fairen Handel mit einem neuen Konzept intensiv fördern. Schulen und Jugendzentren, Betriebsbistros und Verkaufskioske für städtische Mitarbeiter, die die Stadt selbst betreibt, sowie das Hannover Congress Centrum sollen Kaffee, Tee, Trinkschokolade, Orangen- und andere Fruchtsäfte nur noch aus fairem Handel verkaufen, sobald bestehende Verträge das zulassen. Bei kommunalen Veranstaltungen, die die Stadt selbst organisiert, sollen Gastronomen den Zuschlag erhalten, die diese Genussmittel aus fairem Handel anbieten. Die Initiative geht auf die Millenniumserklärung des Deutschen Städtetages von 2009 zurück. Produkte aus Kinderarbeit hatte Hannover bereits 2005 aus dem städtischen Einkauf verbannt. Zum Schutz des Klimas will Hannover aber auch zwischen Produkten aus fairem Handel aus Entwicklungsländern und europäischen Produkten aus ökologischem Anbau abwägen. So will man Fruchtsäfte, Honig und Zucker weiterhin aus der Region beziehen, auch wenn es fair gehandelte Alternativen gibt.

Zudem will die Kommune in Zukunft Arbeitskleidung, Sportbälle, Spielzeug für Kindertagesstätten und Pflastersteine nur noch über den fairen Handel beziehen. Den Nachweis für sich und ihre Zulieferer müssen die Hersteller entweder mittels eines Fair-Trade-Labels, eines gleichwertigen Siegels oder einer Selbstverpflichtung in Form eines Sozialkodexes erbringen. Die Verwaltung lässt die Nachweise dann durch unabhängige Gremien kontrollieren.


(cm)

welt-sichten 05-2010