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Kurz notiert

Mehr als 100 Vertreter von Städten aus aller Welt haben wirksame Schritte zum Schutz der Artenvielfalt gefordert. Unter dem Motto „Bonn Call for Action“ verabschiedeten sie bei einem Treffen Ende Mai eine Erklärung an die zeitgleich tagende 9. Konferenz der Vertragsparteien der UN-Konvention zur biologischen Vielfalt. Darin unterstreichen die Vertreter der Kommunen ihre Verantwortung für das Ziel, den Rückgang der Pflanzen- und Tierarten bis zum Jahr 2010 zu reduzieren.

„Die kommunale Ebene ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Umsetzung internationaler Abkommen“, heißt es in der Erklärung. „Städte fordern daher umfassende Unterstützung für ihre Bemühungen sowie den entsprechenden politischen Rahmen, der es ihnen ermöglicht, ihr Potential zum Schutz der globalen Artenvielfalt voll zu entfalten.“

Der Trend zur Urbanisierung ist ungebrochen. Rund die Hälfte der Weltbevölkerung lebt bereits in Städten. Gleichzeitig werden dort 75 Prozent aller Ressourcen verbraucht. In den boomenden Mega-Städten ist die Artenvielfalt besonders bedroht. Bei dem Treffen in Bonn, zu dem Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann (CDU) eingeladen hatte, erläuterten Bürgermeister aus Städten wie Durban, Entebbe, Pune und Sao Paulo, wie sie den Schutz der biologischen Vielfalt in ihre kommunale Planung einbeziehen. Dabei standen urbanes Flächenmanagement und die Ausweisung von Schutzgebieten in Städten im Vordergrund.


(cm)

welt-sichten 6-2008