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Kurz notiert

Das Entwicklungspolitische Netzwerk Hessen (EPN) kritisiert die Indikatoren für die hessische Nachhaltigkeitsstrategie. Auf Grundlage der vom Strategischen Koordinierungskreis beschlossenen Indikatoren soll die 2. Nachhaltigkeitskonferenz Anfang Juni Projekte für das Bundesland beschließen. EPN-Koordinator An­dreas van Baaijen kritisiert in einem offenen Brief an die Geschäftsstelle Nachhaltigkeitsstrategie, dass der Bereich Entwicklung nur einen einzigen Indikator enthalte, nämlich die Ausgaben des Landes Hessen für die Studienplätze ausländischer Studierender. Das entwicklungspolitische Engagement der Zivilgesellschaft hingegen komme nicht vor.

Die sogenannten Studienplatzkosten sind Teil der von den Ländern an die Bundesregierung gemeldeten Ausgaben, die der OECD-Entwicklungsausschuss als offizielle Entwicklungshilfe (ODA) anerkennt. Die vom Land Hessen gemeldeten ODA-Mittel lagen im Jahr 2006 bei mehr als 62 Millionen Euro. Davon flossen allerdings lediglich 3,4 Millionen Euro in Projekte in Entwicklungsländern und in die entwicklungspolitische Inlandsarbeit, der Rest waren Studienplatzkosten.

Das Entwicklungspolitische Netzwerk Hessen fordert die Nachhaltigkeitskonferenz auf, „einen Indikator zu definieren, der die Unterstützung bürgerschaftlichen Engagements für nachhaltige Entwicklung hier und weltweit zu messen vermag". Das Netzwerk vertritt rund 80 Gemeinden, Hilfsorganisationen, Weltläden, Projektpartnerschaften und Landeskirchen.


(cm)

welt-sichten 06-2009