Kurz notiert
Die Kindernothilfe hat ihre Einnahmen im vergangenen Jahr gesteigert. Der Verein habe 2008 rund 52,2 Millionen Euro erhalten und damit 4,5 Prozent mehr als im Vorjahr, erklärte der Vorstandsvorsitzende Jürgen Thiesbonenkamp Anfang Mai in Duisburg. Mit dem Geld seien knapp 570.000 Jugendliche in mehr als tausend Projekten in 28 Ländern unterstützt worden. Spenden seien mit einem Anteil von 92 Prozent die mit Abstand wichtigste Finanzquelle. Die Wirtschafts- und Finanzkrise habe in diesem Jahr noch nicht zu einem Rückgang der Einnahmen geführt. Doch die Lebensbedingungen der Menschen in Entwicklungsländern verschlechterten sich zusehends. In Südasien litten 46 Prozent der Kinder an Untergewicht, im südlichen Afrika 29 Prozent und in Teilen Lateinamerikas und der Karibik fast 20 Prozent. Vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern führten Mangel- und Unterernährung zu bleibenden körperlichen und geistigen Schäden. „Die aktuelle Krise produziert ein neues Gesicht des Hungers", betonte Thiesbonenkamp. Die Kindernothilfe mit Sitz in Duisburg feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen.
(gwo)
