Das Ideal der behüteten Kindheit
Im Zuge der Globalisierung verändern sich die Bedingungen für das Aufwachsen
Von Heather Montgomery
Jede Gesellschaft hat ihr eigenes Verständnis von Kindheit und davon, zu welcher Zeit Kinder bestimmte Aufgaben übernehmen oder Fähigkeiten erlangen sollten. Während im Westen Mädchen und Jungen möglichst behütet auf ihre Zukunft vorbereit werden, müssen sie in den Ländern des Südens oft schon in jungen Jahren arbeiten oder Krieg führen. Übergangsrituale weisen ihnen einen festen Platz in der Gesellschaft zu, verlieren aber an Bedeutung.
Heather Montgomery
ist Dozentin für Entwicklungspsychologie an der englischen Open
University. Sie hat in Cambridge über Anthropologie promoviert und ist
die Autorin des Buches „Introduction to Childhood. Anthropological
Perspectives on Children’s Lives“, Wiley-Blackwell 2008.
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