Wer ist’s?
Sie liebt die Beatles und hasst Rassismus. Sie macht sich Sorgen über den Weltfrieden, die Rechte der Frauen und die Erwärmung der Erde. Mit hartnäckigen Fragen stellt sie ihre Eltern immer wieder auf die Probe („Habt ihr eigentlich unsere Erziehung geplant oder macht ihr das so nebenbei?“). Der italienische Publizist Umberto Eco gehört zu ihren größten Fans und der verstorbene argentinische Schriftsteller Julio Cortazar hat einmal gesagt: „Es ist nicht wichtig, was ich über sie denke, sondern was sie über mich denkt.“ Ihre Abenteuer, die sie gemeinsam mit ihrem kleinen Bruder, Freundinnen und Freunden besteht, wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt. Und ihre frechen Kommentare sind angesichts der derzeitigen Krisen aktuell wie nie. Dabei hatte ihr „Vater“ schon vor 36 Jahren keine Lust mehr, sich Geschichten mit ihr auszudenken, und stellte die Produktion ein. 1977 ließ er sich dann vom Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF überreden, sie noch einmal lebendig werden zu lassen. Das brachte ihm prompt seine größte Auszeichnung ein. 1982 wurde er sogar zum Zeichner des Jahres gewählt; aber das verdankt er mit Sicherheit nicht nur ihr. Sie selbst lebt in elf Büchern und – natürlich – im Internet weiter. In Frankreich ist ein Platz nach ihr benannt. Seit August 2009 sitzt sie als Skulptur auf einer Bank gegenüber dem früheren Wohnhaus ihres „Vaters“ in ihrer Heimatstadt. Wer ist’s?
Auflösung aus Heft 5: Gesucht war der südafrikanische Jurist und Menschenrechtler Richard J. Goldstone.


