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Kurz notiert

Die G8-Staaten haben bisher nur ein Drittel der Zusagen erfüllt, die sie vor vier Jahren bei ihrem Gipfel im britischen Gleneagles zugunsten Afrikas gemacht haben. Zu diesem Ergebnis kommt der neue Data-Report, den die britische Organisation ONE im Juni vorgelegt hat. Danach haben die G8-Staaten die bis 2010 versprochenen Zahlungen für Afrika lediglich um sieben Milliarden Dollar statt um 21,5 Milliarden Dollar erhöht, wobei sich ONE auf die Berechnungen des OECD-Entwicklungsausschusses (DAC) für 2008 stützt. Schuld am schwachen Ergebnis hätten vor allem Frankreich und Italien. Deutschland habe zwar bis 2008 nur ein Plus von 31 Prozent verzeichnet, weise aber im Etat 2009 „ehrgeizige“ weitere Steigerungsraten aus. Berlin könne sein Ziel noch erreichen, wenn das Parlament in den Haushaltsberatungen für 2010 die Mittel um weitere 912 Millionen Euro aufstocke. Schuldenerlasse herausgerechnet, habe Deutschland 2008 für Subsahara-Afrika staatliche Entwicklungsleistungen (ODA) in Höhe von 3,9 Milliarden Dollar (2,7 Milliarden Euro) erbracht. Die Zielmarke für 2010 liege bei rund 4,5 Milliarden Euro.

ONE lobt die Bundesregierung auch dafür, dass sie die Mittel aus der Versteigerung  von CO2-Emisionsrechten für Entwicklungszwecke einsetzen will. Nachgelassen hätten allerdings die Transparenz des Mitteleinsatzes und die Koordination. Hier sei Deutschland im vergangenen Jahr von Platz 2 auf Platz 4 abgerutscht. Spitzenreiter sei Großbritannien, Schlusslicht Italien, ermittelte die unter anderem von Rockstar und Afrika-Aktivist Bob Geldof unterstützte Organisation.


(di)

welt-sichten 07-2009