Seite drucken        Seite schlie?en 

 

welt-sichten

welt-sichten bestellen

Suche

welt-sichten. Magazin für Entwicklungspolitik und ökumenische Zusammenarbeit

Login

Login

Newsletter



Newsletter absenden

welt-sichten


Wer war‘s?

Sein Ende war wie das seines großen Vorbildes und vorgeblichen Ahnen: schrecklich. Im Alter von 43 Jahren wurde er gevierteilt. Obwohl sein großes Vorhaben gescheitert war, wurde er zu einer wichtigen Symbolfigur für alle, die im Lauf späterer Jahrhunderte den Kampf gegen die Herrschenden aufnahmen. Dabei wurde er keineswegs als Revolutionär geboren. Er genoss eine Ausbildung bei den Jesuiten und besaß Ländereien. Doch als Feudalherr bewies er soziales Verantwortungsgefühl. Mit juristischen Mitteln kämpfte er gegen die Ausbeutung der Armen. In seiner Gemeinde war er der mächtigste Mann. Dann drohte dem Vater von drei Söhnen der Verlust dieser Position. Der Zahlung ausstehender Schulden entkam er, indem er seinen Gläubiger erhängte. Der Mord löste schließlich die von ihm angeführte Rebellion aus. Sie wurde zum ersten ernsthaften Aufstand gegen die ungeliebten spanischen Kolonialherren. Ihre Ursachen lagen vor allem in erhöhten Steuern und Abgaben, die das Volk über Gebühr belasteten, sowie in veränderten Grenzen, mit denen wichtige Handelswege abgeschnitten wurden. Doch seine Hinrichtung und Konflikte zwischen den Anführern ließen den Widerstand schließlich zusammenbrechen. Fast zwei Jahrhunderte später wurde er dann zum Namensgeber von zwei Untergrundbewegungen auf seinem Heimatkontinent. Deren Einfluss lässt sich bis nach Deutschland verfolgen. Ein weiterer „Namensvetter“ findet sich in einem weniger politischen Umfeld. Wer war’s?

Auflösung aus Heft 6: Gesucht war die argentinische Comic-Figur Mafalda, gezeichnet von Joaquín Salvador Lavado, alias Quino.

welt-sichten 07-2010