Seite drucken        Seite schlie?en 

 

welt-sichten

welt-sichten bestellen

Suche

welt-sichten. Magazin für Entwicklungspolitik und ökumenische Zusammenarbeit

Login

Login

Newsletter



Newsletter absenden

welt-sichten


Arsenrisiko vor dem Brunnenbau erkennen

Das Schweizer Wasserforschungsinstitut Eawag hat ein Verfahren entwickelt, wie Risikozonen von Arsen im Grundwasser ohne aufwändige Probeentnahmen und Analysen erkannt werden können. Daten aus Geologie und Boden genügten, um Rückschlüsse aus dem Grundwasser zu ziehen, teilte das in Dübendorf ansässige Institut Mitte Juli mit. Auf diese Weise seien nun auch gefährdete Gebiete an Orten entdeckt worden, von denen bisher keine Grundwasserstudien vorlagen, etwa in Birma oder auf der indonesischen Insel Sumatra.

Weltweit sind nach Angaben des Instituts mehr als 100 Millionen Menschen zu hohen Arsenkonzentrationen im Trinkwasser ausgesetzt. Dies gelte vor allem für die dicht besiedelten Flussdeltas in Südostasien. Das Arsen stammt aus natürlichen Quellen und ist vielerorts im Grundwasser gelöst. Wird an einer solchen Stelle ein Brunnen gebaut, gerät der giftige Stoff ins Trinkwasser. Dank der neuen Be­rechungen und der daraus

erstellten Karten könnten Regierungen, nationale Ver­­­­­wal­­tungen und Hilfsorganisationen nun sehr rasch sagen, wo ein Brunnenbau heikel sei, so die Eawag.

Die jüngsten Resultate aus Südostasien sind Teil des Projektes „Water Ressource Quality - WRQ“. Im Rahmen von WRQ erforscht die Eawag weltweit im Grundwasser die Verbreitung von Schadstoffen, die aus der Erde stammen. Neben Arsen zählen auch Fluorid, Selen und Uran dazu. Parallel werden Methoden entwickelt, wie die Bevölkerung belastetes Wasser mit angepasster Technik aufbereiten kann.


(InfoSüd)

welt-sichten 8-2008