„Korruption ist kein technisches Problem“
Der beste Weg zur Kontrolle der Korruption sind politische Reformen, die Bürgern den Protest erlauben
Gespräch mit Michael Johnston
Bestechung, Unterschlagung, Vetternwirtschaft – viele verschiedene Praktiken gelten als Korruption. Einzelne Verhaltensweisen zu untersuchen, führt aber nicht zu einem Verständnis der Ursachen und der sehr unterschiedlichen Auswirkungen von großer Korruption, erklärt der Politikwissenschaftler Michael Johnston. Dafür muss man den Blick auf Gesellschaftssysteme richten: Welche besonderen Schwierigkeiten haben sie, den Einsatz von Macht und Geld rechenschaftspflichtig zu machen?
Michael Johnston
ist Professor für Politikwissenschaft an der Colgate University in New
York. Er ist Autor des Buches „Syndromes of Corruption: Wealth, Power,
and Democracy“ (Cambridge und New York 2005) und Herausgeber von
„Public-Sector Corruption“ (vier Bände, London, im Erscheinen).
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