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welt-sichten. Magazin für Entwicklungspolitik und ökumenische Zusammenarbeit

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Kurz notiert

Das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) will Freiwillige des „weltwärts“-Programms nach ihrer Rückkehr künftig stärker dabei unterstützen, ihr neues Wissen und ihre Erfahrungen zu verwerten und weiterzugeben. Ein neuer Fonds zur Finanzierung entsprechender Qualifizierungsangebote der Entsendeorganisationen soll jährlich mit einer Million Euro ausgestattet werden. Als Beispiele für den Einsatz von „weltwärts“-Rückkehrern nennt das BMZ-Papier „weltwärts – und danach?“ Tätigkeiten in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit, Einsätze in Schulen und Kindergärten oder ein Engagement in kommunalen Nord-Süd-Partnerschaftsvereinen. Zur besseren Vernetzung der Rückkehrer soll im Internet eine „weltwärts-Community“ eingerichtet werden. Fördermittel beantragen können die Entsendedienste sowie die Freiwilligen selbst und ihre bereits bestehenden Vereinigungen. Auf einer „Rückkehrerkonferenz“ hatten Freiwilligen-Organisationen unlängst beklagt, die wachsende Zahl von Rückkehrern werde nicht ausreichend unterstützt (siehe welt-sichten 9/2009, S. 50).

(di)

http://www.weltwaerts.de


Ein „Welttag der humanitären Hilfe“  ist nur sinnvoll, wenn die Ursachen für und die Folgen von Krisen und Katastrophen an ihren Wurzeln bekämpft werden. Das hat Caritas International zum neuen UN-Welttag erklärt, der am 19. August erstmals begangen wurde. Die meisten Katastrophen seien „von Menschen gemacht und damit vermeidbar“. Weltweit wachse die Zahl von Menschen, die auf humanitäre Hilfe angewiesen sind. Die Ursachen hierfür seien die Verknappung und Verteuerung von Grundnahrungsmitteln, schwindende Wasserressourcen, die Zunahme von Naturkatastrophen, Kriege und Bürgerkriege sowie die Weltfinanzkrise. Caritas International fordert mehr Klimaschutz von den Industriestaaten und mehr Geld für Entwicklungsländer für die Vorsorge gegen die Folgen des Klimawandels. Die Aufwendungen für humanitäre Hilfe und Nothilfe im Rahmen der staatlichen Entwicklungsleistungen wachsen. Nach Angaben der OECD sind sie 2008 um 42,5 Prozent auf 4,4 Milliarden US-Dollar gestiegen – hauptsächlich wegen zusätzlicher Nahrungsmittelhilfe.

(di)