„Nicht die Afghanen für unsere Fehler büßen lassen“
Die Glaubwürdigkeit des Westens in Afghanistan ist schwer erschüttert
Gespräch mit Thomas Ruttig
Seit 2001 versucht der Westen, mit einer Nato-Schutztruppe und umfangreicher Wirtschafts- und Entwicklungshilfe Afghanistan zu stabilisieren: Das Land soll sicherer werden, die Lebensverhältnisse besser und der Staat demokratischer und durchsetzungsfähiger. Doch die Ergebnisse sind enttäuschend; das Erstarken der Taliban und die jüngste Fälschung der Präsidentschaftswahl sind Zeichen einer tieferen Misere. Thomas Ruttig führt sie vor allem auf eine verfehlte Politik der westlichen Staaten zurück.
Thomas Ruttig
ist Politikanalytiker mit Fachgebiet Afghanistan und Mitgründer des Afghanistan Analysts Network (www.aan-afghanistan.org). Er hat rund zehn Jahre in Afghanistan gearbeitet, unter anderem für die UN, die EU und die deutsche Botschaft.
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