Wildwest im Ostkongo
Die neuen amerikanischen Transparenzvorschriften werden mehr schaden als nutzen
Von Onesphore Sematumba
Kongos Präsident Joseph Kabila hatte mit einem sechsmonatigen Verbot den Bergbau im Osten des Landes lahmgelegt. Damit sollte der Handel mit sogenannten „Blutmineralien“ zur Finanzierung von Milizen unterbunden werden. Doch die wirtschaftlichen Einbußen trafen vor allem legale Geschäftsleute, Kleinschürfer und die öffentlichen Kassen. Die Furcht ist groß, dass der US-amerikanische Dodd-Frank-Act ähnliche Auswirkungen hat.
Onesphore Sematumba
ist beim Pole-Institut in Goma unter anderem für Information und Advocacy zuständig. Seinen Beitrag haben wir in gekürzter Form der Publikation „DRC: The Mineral Curse“ entnommen, die im Oktober erschienen ist (www.pole-institute.org).
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