Wo ist’s?
Es gibt viele Orte auf der Welt, die der Fund und die Ausbeutung wichtiger Rohstoffe zuerst reich und dann wieder arm gemacht hat. Doch dass diese Stadt im 17. Jahrhundert einmal zu den wichtigsten Wirtschaftsmetropolen der Welt gehörte, vergleichbar mit London oder Paris, kann der heutige Besucher kaum fassen. Nur die Straßen im Zentrum mit den aus der Kolonialzeit erhaltenen Gebäuden zeugen noch vom einstigen Reichtum. Bis auf einige immer noch prächtig aussehende Kirchen wirkt aber auch hier alles etwas heruntergekommen und schäbig. Geblieben nach dem Raubzug der Bergbaukonzerne sind nur die armen Bewohner – die vergeblich versuchen, letzte Schätze abzugreifen. Etwas Geld bringt immerhin der Tourismus. Aber eine Reise in die Stadt, die fast 170.000 Einwohner zählt, ist nicht jedermanns Sache: Dort hinzugelangen erscheint heute fast noch genauso schwer wie vor 400 Jahren. Eine stundenlange Busfahrt führt durch karge Landschaften und über holprige Straßen mit Schlaglöchern. Auch die Höhe verträgt nicht jeder. Die Voraussetzungen für die Gründung einer Stadt waren einst gut: Es gab Wasser und reiche Rohstoffvorräte – und einen Berg als Rückzugsort vor Feinden. Inzwischen ist das Wasser mit Chemikalien verseucht, der Rohstoff längst ausgebeutet und der Berg, der immer noch kegelförmig über der Stadt thront, sackt langsam in sich zusammen und hat zu schrumpfen begonnen. Er wurde fast vollkommen von innen ausgehöhlt. Wo ist’s?
Auflösung aus Heft 11: Gesucht war der Vorsitzende von Friends of the Earth, Nnimmo Bassey.


