Kulturtipps
Berlin
23. bis 26. Februar 2012
Global Prayers.
Erlösung und Befreiung in der Stadt
Was bedeutet für die Stadtbewohner Spiritualität und wie funktionieren Politiken und Ökonomien des Glaubens? Dieser Frage gehen Wissenschaftler und Künstler anhand von Lesungen, Vorträgen, Diskussionen und Filmpräsentationen nach. Sie werfen Schlaglichter auf Großstädte wie Beirut, Lagos, Mumbai und
Berlin.
Haus der Kulturen der Welt
Kontakt: Tel. 030-397870
www.hkw.de
Berlin
bis 9. April 2012
Roads of Arabia.
Archäologische Schätze aus Saudi-Arabien
Das Berliner Pergamonmuseum präsentiert Zeugnisse der Vor- und Frühgeschichte des antiken Saudi-Arabiens und der islamischen Zeit: erste Faustkeile, 6000 Jahre alte anthropomorphe Stelen, monumentale Statuen, Glas- und Metallarbeiten der römischen Antike, sowie Objekte der Keramikrevolution der islamischen Frühzeit. Erstmals in Deutschland zu sehen sind Objekte der Kaaba und der Stadtgeschichte von Mekka, des religiösen Zentrums des Islam.
Pergamonmuseum
Kontakt: Tel. 030-266 42 4242
www.smb.museum
Hamburg
bis 5. Februar 2012
Wunder - Kunst, Wissenschaft und Religion vom 4. Jahrhundert bis zur Gegenwart
Wunder
geschehen, wenn menschliche Vernunft und Vorstellungskraft übertroffen
werden. Die Hamburger Deichtorhallen haben den Grenzen der
abendländischen Realität eine Ausstellung gewidmet. Sie zeigt anhand von
mehr als hundert Exponaten, wie sich Menschen über Religion,
Wissenschaft, Alltag, Kunst und Kultur ästhetisch und intellektuell mit
unglaublichen und (scheinbar) unerklärlichen Phänomenen
auseinandersetzen. Und sie macht deutlich, wie die christliche Religion
und die antike Naturphilosophie die Vorstellung vom Wunder geprägt
haben. Zu sehen sind Werke von 50 Künstlerinnen und Künstlern aus aller
Welt.Darüber hinaus werden zahlreiche wissenschaftliche und
kulturhistorische Exponate präsentiert.
Deichtorhallen Hamburg
Kontakt: Tel. 040-32103-0
www.wunder-ausstellung.de
Hamburg
bis 20. Mai 2012
Nomaden - 5000 Jahre brisante Begegnungen
Aus kulturellen, ökonomischen oder weltanschaulichen Gründen haben sich Völker von Marokko bis Tibet und Sibirien gegen eine sesshafte Lebensweise entschieden. Die Ausstellung gibt Einblicke in das Leben von Nomaden und ihre enge Verbundenheit zur Natur. Die Forschungen reichen bis zu 5000 Jahre zurück. Ein Schwerpunkt liegt auf der Interaktion zwischen Nomaden und Sesshaften. Oft ging es um den Handel, aber es kam und kommt auch immer wieder zu Auseinandersetzungen um Land und Ressourcen. Bezeichnungen wie „Jobnomaden" oder die Identifikation vieler zeitgenössischer Künstler mit Nomaden zeigen, wie aktuell Themen wie Mobilität und Entwurzelung sind.
Museum für Völkerkunde
Kontakt: Tel. 040-428879-0
www.voelkerkundemuseum.com
Karlsruhe
bis 11. März 2012
Symbiosis - 1,5 Tonnen globale Verwicklung
Der Frankfurter Konzeptkünstler Peter Zizka hat 300 Bürgerkriegswaffen aus Burundi zu Kunstwerken verwandelt. Gemeinsam mit Matthias Rettner vom Freiburger Aktionstheater Panoptikum ist es ihm in langwierigen Verhandlungen gelungen, die Waffen in Subsahara-Afrika aus dem Verkehr zu ziehen. Die Künstler wollen auf die weltweite Problematik der Kleinwaffen aufmerksam machen: Mit Gewehren und Pistolen werden noch immer in vielen Regionen dieser Welt blutige Kriege ausgefochten. Der Verkauf der Exponate soll Programmen des katholischen Hilfswerkes Caritas international zugute kommen und zum zivilen Wiederaufbau in Burundi beitragen.
Zentrum für Kunst und Medientechnologie
Kontakt: Tel. 0721-8100-0
www.zkm.de
Leipzig
bis 26. Februar 2012
Die paradiesischen Farben der Hölle
Die
Ausstellung im Museum für Völkerkunde zeigt Bilder der beiden
haitianischen Maler Préfète Duffaut und Frantz Zéphirin. Duffaut hat mit
seinen farbenprächtigen Landschaften die surrealistische Malerei des
vergangenen Jahrhunderts in Haiti entscheidend mitgeprägt. Frantz
Zéphirin, geboren 1968, gehört der jüngeren Malergeneration des
Karibikstaates an. Seine mit Acrylfarbe gemalten Bilderwelten stehen
ebenfalls in der surrealistischen Malerei-Tradition Haitis. Sie
enthalten oft sozialkritische oder politische Botschaften. Gezeigt
werden auch Arbeiten, in denen er die traumatischen Ereignisse nach dem
Erdbeben vom Januar 2010 verarbeitet hat.
Grassi-Museum für Völkerkunde
Kontakt: Tel. 0341-9731-900
www.mvl-grassimuseum.de
Mannheim
bis 29. April 2012
Schädelkult
Kopf und Schädel in der Kulturgeschichte des Menschen
Mehr
als 300 Exponate zeugen von der besonderen Bedeutung von Kopf und
Schädel in der Kulturgeschichte des Menschen. Ob Jahrtausende alte
Schädelschalen, kunstvoll geschmückte Kopfjägertrophäen oder
religiös-verehrte Schädelreliquien, ob als Mahnmal der Vergänglichkeit
oder als modisches Accessoire: „Schädelkult" ist ein völker- und
zeitübergreifendes Phänomen. Außerdem informiert die Ausstellung
darüber, wie Wissenschaftler das Alter, die Ernährungsgewohnheiten oder
die Herkunft eines Menschen anhand seines Schädels bestimmen können.
Reiss-Engelhorn-Museen
Kontakt: Tel. 0621 - 293 31 50
www.rem-mannheim.de
Mannheim
bis 30. September 2012
Musik-Welten
Musik ist künstlerische Ausdrucksform und gesellschaftliches Bindemittel zugleich: sie bringt Menschen zusammen, lässt sie miteinander tanzen, singen oder musizieren. Sie findet sich in allen Epochen und in allen Kulturen. Die Sonderausstellung der Reiss-Engelhorn-Museen zeigt anhand seltener Musikinstrumente, wie in anderen Zeiten und bei anderen Völkern Klänge erzeugt wurden. Mit einem Audioguide können Besucher die Geschichte von Rock, Pop und Klassik sowie die Verbindungen zwischen Musiktraditionen verfolgen.
Museum Bassermannhaus
Kontakt: Tel. 0621-2933150
www.rem-mannheim.de
München
bis 31. März 2012
Gottes Bilder - Religionen im alten Ägypten
Schöpfer,
Beschützer oder Totenrichter - die Liste altägyptischer Götter
erscheint endlos, ebenso wie ihre Darstellungsformen: Mensch, Tier oder
eine Mischung aus beiden, so stellten sich die Ägypter ihre Götter vor.
Anhand von Statuen und anderen Bildnissen gibt die Ausstellung eine
Übersicht über die wichtigsten Gottheiten und informiert zugleich über
Religion, Glauben und Mythen der alten Ägypter.
Staatliches Museum ägyptischer Kunst
Kontakt: Tel. 089-298546
www.aegyptisches-museum-muenchen.de
Münster
bis 18. März 2012
Chile Solidarität in Münster - Für die Opfer der Militärdiktatur 1973-1990
Der
blutige Militärputsch am 11. September 1973 in Chile und der Tod des
Präsidenten Salvador Allende löste in den 1970er Jahren eine
deutschlandweite Solidaritätsbewegung aus. Das Stadtmuseum Münster
zeichnet die Aktivitäten der Chile-Solidaritätsbewegung zwischen 1973
und 1989 in der westfälischen Stadt nach und stellt Bezüge zum
weltpolitischen Geschehen her. Gezeigt werden Bilder, Plakate,
Flugblätter, Infoschriften und Videointerviews, in denen Zeitzeugen über
persönliche Erinnerungen berichten.
Stadtmuseum Münster
Kontakt: Tel. 02 51-4 92-45 03
www.stadtmuseum-muenster.de
Neu-Ulm
bis 13. Mai 2012
Appropriated Landscapes
Der Kunstsammler Artur Walther hat in seinem Heimatort
Burlafingen bei Neu-Ulm einen Kunst-Campus geschaffen, auf dem er seine
umfangreiche Sammlung von Fotografien aus dem südlichen Afrika präsentiert. Die
gegenwärtige Ausstellung thematisiert die Beziehung zwischen Mensch und
Landschaft. 14 Künstler aus Südafrika, Deutschland, Großbritannien und den USA befassen
sich in mehr als 200 Arbeiten mit der Frage, wie Krieg, Migration,
Kolonialisierung, Industrialisierung und Ideologien die Natur und die Architektur
geprägt haben.
Sammlung Walther
Kontakt: Tel. 0731-1769143
www.walthercollection.com
Österreich
Linz
bis 18. März 2012
Das Sonnentor - Bolivien und seine Schätze
Im
Zentrum der Ausstellung steht eine Nachbildung des Sonnentores von
Tiwanaku, einer Prä-Inka-Ruinenstätte im Westen Boliviens. Wer durch
dieses Tor tritt, gelangt in das Kulturreich der Aymara vor der
Eroberung durch die Spanier im 16. Jahrhundert und folgt ihren Spuren
bis in die Gegenwart. Gezeigt werden archäologische Objekte wie
Keramiken, Textilien, Schmuck oder Masken, außerdem wird die Entwicklung
der traditionellen Symbolsprache der Aymara dargestellt.
Schlossmuseum
Kontakt: Tel. 0043-732-774419
www.landesmuseum.at
Schweiz
Basel
bis 26. Februar
Die Kunst der Pekingoper
Die Pekingoper kombiniert Gesang, gesprochene Parts, Schauspiel und Pantomime mit Kampfkunst, Akrobatik und Tanz. Jedem Kostüm, jeder Gesichtsmaske, jeder Mimik, Gestik, Bewegung und Farbe sind besondere Bedeutungen zugeordnet. Neben zahlreichen Exponaten ermöglicht eine audiovisuelle Station mit Musik-, Gesangs- und Bewegungseinspielungen eine Annäherung an die für westliche Augen und Ohren fremd anmutenden Klänge und Gesten. Ergänzt wird die Ausstellung mit Werken von zeitgenössischen chinesischen Künstlern.
Museum der Kulturen
Kontakt: 0041-612665600
www.mkb.ch
Bern
bis 1. Juli 2012
Mord und Totschlag. Eine Ausstellung über das Leben
Medien, Spielfilme und Literatur greifen immer wieder reale und erfundene Kapitalverbrechen auf, die Tabu- und Grenzbereiche menschlichen Handelns vor Augen führen. Die Geschichten befriedigen die Sensationsgier, fordern aber auch zum Nachdenken über den Umgang mit Mördern und über die Ursachen der Verbrechen heraus. Die Ausstellung beleuchtet das Phänomen Gewaltverbrechen in seiner historischen und heutigen Dimension und will dem Besucher die eigene Schaulust vor Augen führen.
Historisches Museum Bern
Kontakt: Tel. 0041-31-35077-11
www.bhm.ch
St. Gallen
bis 1. Juli 2012
Cotton worldwide - Baumwolle weltweit
Was wäre die Bekleidungsindustrie ohne Baumwolle? Der Fotograf Hans-Peter Jost und die Journalistin Christina Kleineidam zeigen mit ihren Bildern und Reiseberichten, wie der Rohstoff angebaut, geerntet, verarbeitet und vermarktet wird. Zwischen 2006 und 2008 bereisten sie die sieben wichtigsten Baumwolle produzierenden und verarbeitenden Länder: Brasilien, China, Indien, Mali, Tansania, Usbekistan und die USA. Sie stellen Menschen aus der Baumwollindustrie vor, thematisieren aber auch soziale und ökologische Probleme und machen auf die globalen Zusammenhänge zwischen Produktion und Konsum aufmerksam. Ergänzt wird die Ausstellung mit Museumsobjekten und historischen Dokumenten.
Historisches und Völkerkundemuseum
Kontakt: 0041- (0)71-242 06 42
www.hmsg.ch
