Die hässliche Seite des iPhone 5

Schneller, besser, schöner: Das neue iPhone von Apple ist da - und Hunderttausende weltweit wollen es haben. Die Arbeitsbedingungen beim chinesischen Hersteller Foxconn sind hingegen nicht besser geworden - eher schlechter, zeigt eine neue Studie.

Die nichtstaatliche Organisation Sacom aus Hongkong hat für ihre Untersuchung in der ersten Septemberwoche mit rund 60 Arbeitern gesprochen. Überstunden und niedrige Löhne sind laut diesen Gesprächen an der Tagesordnung. Teilweise werde 13 Tage am Stück gearbeitet. Wer zur Toilette gehen wolle, brauche eine Genehmigung und wer einen Fehler mache, werde öffentlich heruntergeputzt. Der erhöhte Druck ist der großen Nachfrage geschuldet. Das iPhone 5 ist für viele Apple-Fans rund um den Globus ein „must have". Sacom fordert Apple auf, ausreichende Lieferfristen einzuplanen und seinen Lieferanten gerechte Preise zu bezahlen. Foxconn war wegen ausbeuterischer Arbeitsbedingungen bereits mehrfach in der Kritik, die zuweilen absurde Formen annahm. Die Fair Labor Association, der Apple im Januar 2012 beigetreten ist, hatte bei einer Kontrolle im August „leichte" Verbesserungen bei Foxconn festgestellt - laut der NGO Sacom sind sie aber offenbar nicht ausreichend. (gka)

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