Wasser ist lebenswichtig.

Menschenrechtspreis für Kampf um Wasserrechte in Chile

Der Internationale Nürnberger Menschenrechtspreis wird im nächsten Jahr an den chilenischen Agraringenieur Rodrigo Mundaca verliehen.

Der chilenische Agraringenieur Rodrigo Mundaca erhält den Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreis 2019 für seinen Kampf um freien Zugang zu Wasser. Damit solle der Blick auf ein existenzielles Grundrecht gerichtet werden, das noch wenig im Bewusstsein der westlichen Bevölkerung sei, erklärte der Jury-Vorsitzende, der Nürnberger Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD), am Montag bei der Bekanntgabe des Preisträgers. Mundaca erhält die Auszeichnung stellvertretend für andere Aktivisten, die weltweit für sauberes Wasser für alle eintreten. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis wird am 22. September 2019 verliehen.

Rodrigo Mundaca steht unter Polizeischutz

Der 57-jährige Mundaca ist Generalsekretär der Organisation Modatima, die sich in der Region Petorca nördlich von Santiago de Chile gegen die Privatisierung der Wasserrechte wehrt. Davon profitierten Agrar-Unternehmen, die Avocados und Zitrusfrüchte anbauten, erklärte Maly. Die ländliche Bevölkerung müsse für den eigenen Bedarf an Wasser aber oft bis zu 20 Kilometer laufen. Mundaca ist wiederholt verhaftet worden, hat Morddrohungen erhalten und steht unter Polizeischutz.

Die Jury betonte, dass rund 660 Millionen Menschen auf der Erde keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser hätten. Der Menschenrechtspreis der Stadt Nürnberg wird seit 1995 alle zwei Jahre verliehen. Die Auszeichnung wird an Einzelpersonen oder Gruppen verliehen, die sich vorbildlich und unter hohem persönlichem Risiko für die Wahrung der Menschenrechte einsetzen.

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