Essensausgabe in einer Schule in Malawi

Kommunen sammeln Spenden für 1.000 Schulen in armen Ländern

Unter dem Titel "1.000 Schulen für unsere Welt" rufen Städte und Gemeinden Bürger sowie lokale Unternehmen auf, sich am Aufbau von Bildungsstätten in Afrika, Asien und Südamerika zu beteiligen.

Mit einer neuen Initiative wollen die Kommunen in Deutschland Spenden für den Bau von 1.000 Schulen in armen Ländern sammeln. Am Dienstag stellten der Deutsche Städtetag, der Deutsche Landkreistag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund das Projekt gemeinsam in Berlin vor. Unter dem Titel "1.000 Schulen für unsere Welt" rufen sie Bürger sowie lokale Unternehmen auf, sich am Aufbau von Bildungsstätten in Afrika, Asien und Südamerika zu beteiligen.

Minister Müller ist Schirmherr

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU), der Gemeinden, Stiftungen und Kirchen verstärkt in die Entwicklungszusammenarbeit einbinden will, sagte als Schirmherr der Initiative, dass sich bereits 750 Kommunen entwicklungspolitisch engagierten. Vor wenigen Jahren seien es noch 200 gewesen.

Der Präsident des Deutschen Städtetages und Oberbürgermeister der Stadt Münster, Markus Lewe (CDU), betonte, dass in den Ländern für etwa 50.000 Euro eine Schule gebaut werden könne, in der pro Jahr bis zu 1.000 Kinder und Jugendliche unterrichtet werden könnten.

Der Präsident des Deutschen Landkreistages und Landrat des Kreises Ostholstein, Reinhard Sager (CDU), betonte: "Bei der Flüchtlingsintegration haben Städte, Landkreise und Gemeinden bewiesen, wie viel Kraft, Energie und Einsatzbereitschaft auf kommunaler Ebene mobilisiert werden kann." Dieses Engagement solle nun auch für die Bekämpfung von Fluchtursachen genutzt werden.

Die Bundesregierung setzt bei der Entwicklungszusammenarbeit auf Bildung, Ausbildung und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Es geht darum, Menschen in armen Ländern Zukunftschancen vor Ort zu geben, damit sie nicht als Migranten nach Europa kommen.

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