USA verhängen weitere Sanktionen gegen venezolanische Regierung

Alle Besitztümer und Eigentumsrechte von Mitgliedern der venezolanischen Regierung in den USA sind blockiert worden. Ähnliche Sanktionen hatte die US-Regierung bereits gegen die Machthaber in Kuba, Nordkorea und Syrien verhängt.

Die USA haben neue Sanktionen gegen die politische Führung von Venezuela verhängt. Alle Besitztümer und Eigentumsrechte von Mitgliedern der venezolanischen Regierung in den USA seien blockiert worden, hieß es in einer von US-Präsident Donald Trump unterzeichneten Anordnung, aus der die "New York Times" am Dienstag zitierte. Transaktionen mit den von der Blockade betroffenen Personen seien verboten. Ähnliche Sanktionen hatte die US-Regierung bereits gegen die Machthaber in Kuba, Nordkorea und Syrien verhängt.

Erbitterter politischer Machtkampf

Trump begründete die neuen Strafmaßnahmen gegen Venezuela damit, dass sich die Regierung von Präsident Nicolás Maduro widerrechtlich die Macht angeeignet habe. US-Sicherheitsberater John Bolton, der an einer internationalen Demokratie-Konferenz für Venezuela in der peruanischen Hauptstadt Lima teilnahm, erklärte, Maduros Tage seien gezählt. Die einzige Form der Vermittlung, die die USA mit Maduro eingehen würden, sei, dass er mit einem Flugzeug Venezuela in Richtung Exil verlasse, sagte Bolton laut der Tageszeitung "El Nacional".

Oppositionsführer Juan Guaidó hatte die internationale Staatengemeinschaft um weitere Sanktionen gegen das Regime unter Maduro gebeten. In Venezuela tobt ein erbitterter politischer Machtkampf zwischen der Opposition und der Regierung. Parlamentspräsident Guaidó hatte sich im Januar zum Übergangspräsidenten erklärt. Inzwischen wird er von mehr als 50 Staaten anerkannt. Auf der Seite von Maduro stehen Länder wie Kuba, Russland und die Türkei. Maduros größter Machtfaktor ist das Militär, das bislang mehrheitlich zur Regierung hält.

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