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Wien wertet die Katastrophenhilfe auf

Österreichs Auslandskatastrophenfonds ist im vergangenen Jahr deutlich gewachsen. Zudem gibt es jetzt einen Sonderbeauftragten, der auch für die Kooperation mit nichtstaatlichen Hilfsorganisationen zuständig ist. 

Im Regierungsprogramm der Koalition ÖVP/Grüne vom Januar 2020 wurde eine alte Forderung der Grünen verbindlich verankert: den Auslandskatastrophenfonds (AKF), mit dem Österreich weltweit Nothilfe leistet, zu erhöhen. Im vergangenen Jahr wuchsen die Ausschüttungen von 25 auf 50 Millionen Euro, dieses Jahr sollen 52 Millionen Euro ausgegeben werden. Bis zum Ende der Legislaturperiode 2024 sind jährlich 60 Millionen Euro vereinbart.

Der AKF liegt jetzt nicht mehr in alleiniger Verantwortung des Außenministeriums (BMEIA), sondern untersteht diesem nun gemeinsam mit dem Kanzleramt und dem Vizekanzler. Damit können auch die Grünen in Person von Vizekanzler Werner Kogler mitreden. Diese Umstrukturierung hat die Einsetzung eines Sonderbeauftragten notwendig gemacht. Diese Aufgabe hat Christoph Schweifer vor einem halben Jahr übernommen. Schweifer war vorher bei der Caritas für Katastrophenhilfe zuständig und blickt auf 15 Jahre einschlägige Erfahrung zurück. Zu seinen Aufgaben gehört es, die Kommunikation innerhalb der Regierung zu verbessern, den AKF an die neue Situation anzupassen und an einer Gesamtstrategie der Katastrophenhilfe im Dialog mit den nichtstaatlichen Hilfsorganisationen mitzuarbeiten.

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erschienen in Ausgabe 4 / 2021: Abholzen, abbrennen, absperren

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