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Mir scheint, der Zusammenhang zwischen Wohlstand, Wirtschaftswachstum und Energieaufwand nimmt in den Berichten von welt-sichten nun einen breiteren Raum ein. Der Ausblick der ADB verdichtet in optimaler Weise, was in Artikeln und Kommentaren schon länger Thema ist. Nur lässt sich ein Trend, der schon 150 Jahre anhält, nicht in kurzer Zeit ändern. Der hemmungslose Verbrauch von fossiler Energie hängt unmittelbar mit den vergleichsweise niedrigen Preisen zusammen. Da es der Menschheit als ganzes an Wissen und den Entscheidern an Vernunft fehlt, werden sich die Weltmarktpreise nach den Gesetzen der Marktwirtschaft verändern. Deshalb drängt sich mir das Bild von dem Ruderboot auf, das auf die Niagarafälle zu treibt. Die Insassen sind Aktive, Politiker und Entscheider, und Passive, die weder rudern noch lenken können. Macht man weiter wie bisher, ist laut ADB eine Kursänderung kaum möglich. Wer das Boot nicht verlässt, wird abstürzen. Warten auf Entscheidungen der Führung ist verhängnisvoll. Wir im wohlhabenden Westen haben die Mittel, durch schlichten Konsumverzicht die Mittel für eine private Energiewende bereitzustellen. Neben der verfügbaren Literatur ist der Film von Franz Farenski (Energiewende...) ein wunderbarer Einstieg in das Wissen, was läuft und was kommt. Der Film wurde von allen öffentlichen Sendern abgelehnt, nichts ist so beleidigend wie die Wahrheit. Mir würde gefallen, wenn sich Ihr Medium nicht nur mit der Beschreibung der "brennenden Dächer" befassen würde, sondern auch mit funktionierenden persönlichen Beispielen, wo Menschen mit begründeter Gelassenheit den anrollenden Wogen entgegensehen. Das werden z.B. sein, Teuerung bei allen Arten von Energie, Beschränkungen des Individualverkehrs, Verteuerung der Grundnahrungsmittel, Anstieg der Lebenshaltungskosten durch staatliche Zwangsabgaben, sinkende Einkommen nach Rationalisierungen, die zum Teil durch die steigenden Kosten bei Energie und Rohstoffen angestoßen wurden. Daneben gibt es aber auch eine nicht so kleine Minderheit, die sich namentlich benennen ließe und an der Verteuerung von Energie und Grundbedarf schamlos profitiert. Aber das wäre ein anderes, schon sehr heikles Thema, passend zum aktuellen Motto "Soviel Du brauchst"