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Dass der Autor ein Genie ist, zeigt z. B. seine Worte:

"Das islamische Recht ist jedoch lediglich eine Sammlung von Präzedenzfällen, Rechtsentscheidungen und allgemeinen Prinzipien". Er benutzt den Begriff "islamisches Recht", den er ein paar Sätze zuvor verteufelt und den er im merkwürdigen Namen der Gesellschaft für das sogenannte "Arabische und Islamische Recht" führt.

Woher diese Präzedenzfälle und Neuentscheidungen gekommen sind, ob sie vom Himmel gefallen sind - weiß der Autor noch nicht genau.

Die Vokabeln "Säkular", "Aussetzung", "Kalifat" - alles Vokabeln, die Alpträume im Westen wecken, benutzt der Autor gerne und wiederholt sie genüsslich im Aufsatz. Auch scheut er nicht davor, statt von "Allah" von dem beliebigen Begriff "Gott" als Gattungsname zu sprechen.

Wenn die Scharia von Menschen gemacht worden wäre und es keinen Widerspruch und es keinen Unterschied zwischen weltlichem Recht und der Scharia gäbe, warum sollen wir angst- und sorgenvoll die nächsten Jahrzehnte abwarten, was in Ägypten und in Tunesien etc. passieren wird? Der Autor führt seine Irreführungstaktiken weiter und zeigt uns trotzdem auf, dass diese Scharia (die ja wie ein jedes weltliches Recht sei) auf dem Koran und der sogenannten Sunna beruht. Was versteht er eigentlich unter "Koran" - ein weltliches Buch? Damit die ganzen Worte unwidersprüchlich und unzersplittert bleiben?

Ich würde einen solchen Quark nicht einmal im Leserbrief-Abteil einer Regionalzeitung drucken lassen.