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Dass die AllianceSud-Mitglieder nicht einmal 10 % vom DEZA-Budget für freiwillige Familienplanung einsetzen wollen, zeigt auf, wie kaltherzig die Beamten sich gegen dieses Menschenrecht wehren. Es ist nicht so, dass ecopop die 10-%-Forderung erfunden hat: Die oberste Hebamme, Ständerätin Liliane Maury Pasquier, aber auch Yvonne Gilli und Bastien Girod haben 2009 10 % für reproduktive Gesundheit und Bildung isolieren wollen. Dass sich die DEZA-Leute zu wenig um Frauen kümmern, die jedes Jahr wegen mangelnder Verfügbarkeit von Familienplanung millionenfach ungewollte Kinder gebären müssen, ist also nicht nur ecopop aufgefallen. Im 2013 hat auch Doris Fiala in ihrem Vorstoß bereichsübergreifendes Handeln der DEZA gefordert, um sexuell ansteckbare Krankheiten und Abtreibungen zu reduzieren. 71 Politikerinnen haben mit unterzeichnet - und nun wollen sie offenbar nichts mehr davon wissen.
AllianceSud beruft sich auf die neokoloniale Weltbank, um für die 220 Millionen Frauen, die keinen Zugriff zu Verhütung erhalten, weiterhin möglichst nichts machen zu müssen. Offenbar ist wirtschaftliches Wachstum für diese Funktionäre wichtiger als Prävention von unnötigem Leiden: Was für ein geistiges Armutszeugnis!