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Der Abschlussbericht der Bischöfe widerlegt den Bericht natürlich nicht...
Wenn Sie Apothekerin sind, dann sollten Sie sich die originale Studie ansehen, die zeigt, wie die Macher die angeblich positiven Tests fabriziert haben. Die Studie wurde von zwei Augenärzten, zwei Sprachtherapeuten und zwei Hausärzten durchgeführt. Das alleine beweist nichts, allerdings sollte man sich schon fragen, warum kein Fachmann dazu geholt wurde.

Betrachten wir jetzt nur die Vorgehensweise des Tests:
Die Macher der Studie "besorgten" (stahlen) sechs Ampullen des Impfstoffs. Der Inhalt dieser Ampullen wurde dann auf jeweils fünf Proben verteilt. (Als Apothekerin haben Sie bestimmt schon einmal die Menge der Impfseren in den üblichen Knickampullen gesehen und haben so eine Vorstellung davon, wie viel ein Fünftel davon ist.) Diese Testampullen wurden dann an fünf Labors gesendet, aber nicht einfach zur Analyse, sondern deklariert als menschliches Blutplasma, mit der Anfrage einen Standard-ELISA Schwangerschaftstest daran durchzuführen.

Hier scheitert die Studie schon vollkommen, denn einen Test, der für ein bestimmtes Medium produziert wird an einer völlig anderen Flüssigkeit durchzuführen, ist nicht mehr aussagekräftig!
Aber nehmen wir einfach an, der Test wäre trotzdem valide...

- Von den erwarteten dreißig Ergebnissen konnten fünf nicht ermittelt werden, da die Probenmenge zu gering war. Das lässt Rückschlüsse zu, dass mit großer Sicherheit die Menge in allen Proben am unteren Ende des Durchführbaren lagen. Ergebnisse werden allerdings immer ungenauer, je weniger Material vorliegt, da zum Beispiel Verunreinigungen deutlich gröbere Verfälschungen nach sich ziehen.

- Vier Ergebnisse wurden mit 0 zurückgegeben.

- Neun Rückmeldungen erklärten, die gemessene Menge von hCG lag unter dem Nachweiswert des Tests von 1,2mIU/mL, bzw. 5mIU/mL. Das ist wichtig, denn es zeigt uns die Nachweisschwelle für das Hormon, je nach dem welches von den beiden ELISA Testskits verwendet wurde. Als Apothekerin wissen Sie vermutlich, dass Werte unterhalb der Nachweisgrenze nicht aussagekräftig sind.

- Wenn wir uns die gemessenen Werte der restlichen Proben ansehen, finden wir, dass elf weitere Proben unterhalb der Grenze von 1,2mIU/mL liegen. Die fallen also alle weg.

- Am Ende bleibt ein einziger Wert übrig, der mit 1,25mIU/mL gerade so über der niedrigeren Grenze liegt. Leider haben die Macher der Studie versäumt, den vom jeweiligen Labor verwendeten Test aufzulegen. Sollte das Labor den ungenaueren Test durchgeführt haben, wäre dieses Ergebnis auch vom Tisch... Dazu kommt, dass eine kleine Verunreinigung, ein Messfehler, ein falsches positives Ergebnis also normale und alltägliche Vorkommnisse im Labor reichen, um diesen einen Wert zu erklären.

Im Endeffekt hat sich diese Studie vollkommen disqualifiziert und sollte nicht als Beleg für etwas anderes, als "wie man eine schlechte Studie fälscht" herangezogen werden.

Hier noch der Link zur Studie zur Eigenlektüre: www.scirp.org/journal/paperinformation.aspx?paperid=81838