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Lieber Herr Kowalzig, liebe Frau Richter, liebe Frau Minninger, liebe Frau Breuer,

besten Dank für Ihren Kommentar zu meinem Leitartikel. Einige Anmerkungen dazu: Grundsätzlich bin ich so wie Sie froh über jeden Euro oder Dollar, der in erneuerbare Energien investiert wird und nicht in Kohle, Öl oder Gas. Da tut sich ja auch eine Menge, langfristig sind die Erneuerbaren nicht aufzuhalten - siehe hier: http://www.welt-sichten.org/artikel/29396/siegeszug-von-wind-und-sonne

Aber bis die Energieversorgung ohne fossile Energieträger funktioniert, werden noch Jahrzehnte vergehen - und das nicht nur, weil die böse Kohlelobby es so will, sondern weil die erneuerbaren Quellen noch nicht so weit sind. Vor diesem Hintergrund halte ich es durchaus für klug, arme, von der Kohle abhängige Länder zu unterstützen, die beste und am wenigsten klimaschädliche Kohlekraft-Technik zu verwenden - so wie die KfW das in der Mongolei gemacht hat. Das ist nicht nur Exportförderung, sondern sinnvolle Entwicklungshilfe. Was wäre denn die Alternative?

Ich halte auch den Neu- und Ausbau von Kohlekraftwerken für vertretbar, wenn dadurch Leute mit Strom versorgt werden, die bislang keinen Zugang zu Elektrizität haben - und wenn eine andere Quelle nicht zur Verfügung steht oder zu teuer ist. Ob das so ist, muss im Einzelfall geprüft werden. Das mag nicht besonders visionär sein, könnte aber ganz praktisch helfen, den Lebensstandard dieser Leute zu heben. Und der Beitrag zum Klimawandel wäre gemessen an unserem Treibhausgasausstoß in den reichen Ländern nicht der Rede wert.

Mit besten Grüßen,

Tillmann Elliesen, welt-sichten