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Es ist interessant, dass es auch kritische Kommentare Seitens der Autorin gibt gegen die PYD. Solche Sichtweisen sind in jeder Demokratie willkommen. Trotzdem finde ich die hier dargestellte journalistische Leistung eher schlecht, und ich würde mir als Kurde wünschen, dass die Autorin aufhört Kurdologie zu praktizieren.
Es gibt sicherlich viel an der PYD zu kritisieren und ich habe auch selber Kritik von PYD-feindlichen Kurden in Rojava gehört zum Thema Zwangsrekrutierung und ähnlichem. Dennoch sind die Argumente die hier präsentiert werden über-negativ und teilweise sogar falsch. Z.B. dass die PYD mit Assad eng zusammen arbeiten würde, stimmt einfach nicht. Was ist mit militärischen Auseinandersetzungen zwischen der PYD und Assads Armee in Quamislo? Viele PYD-Abgeordnete haben Assad einen Mörder genannt. Außerdem verstehe ich nicht, warum Salih Muslim hier als Schein-Verbrecher dargestellt wird. Auch hat die PYD mit Human Rights Watch aktiv daran mitgearbeitet, Kindersoldaten aus den eigenen Reihen zu verbannen.
Zusammenfassend ist die journalistische Leistung der Autorin relativ fragwürdig und gleicht eher Hetzte als einem neutralen Bericht. Genauso gut könnte ich einen Artikel schreiben, wie schlimm Deutschland Ausländer behandelt und, dass Assylbewerber hier nicht sicher sind aufgrund von Inbrandsetzungen der Asylheime. Auch das hätte wenig mit Kritik zu tun und wäre einfach nur Hetze so wie in diesem Artikel über die PYD.