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wo Fairtrade kritisiert wird

Besten Dank für das tolle Interview! Dem Ansatz von Ndongo Sylla ist nur zuzustimmen. Erfreulicherweise tut sich da gerade was. Unter dem Schlagwort Fairchain setzen aktuell einige deutsche Start-ups gerade bei diesem Problem an um Fairtrade auf ein neues Level zu heben. Unternehmen wie Kaffee-Kooperative.de Gundara oder fairafric lassen ihre Waren komplett von den Erzeugern im globalen Süden produzieren. Kaffee-Kooperative.de lässt beispielsweise die Bohnen in Ruanda von der kleinbäuerlich organisierten Partnerkooperative rösten und verpacken. So verbleibt 48 Prozent der Wertschöpfung im Erzeugerland - üblich sind beim reinen Abverkauf der grünen Bohne nur circa 15 Prozent. Dabei wurden wir zuletzt übrigens enorm von Fairtrade im Zertifizierungsprozess unterstützt. So können wir nun den ersten Fairtrade-zertifizierten Fairchain-Kaffee in Deutschland anbieten und das Thema Fairchain stärker in die Öffentlichkeit tragen. Will heißen: Fairtrade verschließt sich dieser Kritik nicht sondern geht diese durchaus an und wird neue Formen des Handelns ja auch auf dem Zukunftskongress Ende des Monats diskutieren. Wie schon gesagt wurde: Irgendwo muss ja angefangen werden und Fairtrade hat auf diesem Weg schon viel erreicht und den Weg zu Fairchain geebnet.