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Gut beobachtet, aber es gibt auch Lichtblicke in der ganzen Hoffnungslosigkeit. Da sind schon jetzt nicht wenige E-Mobile unterwegs, die abends und nachts von ganz grünen Mitgliedern unserer Gesellschaft zuhause mit Pedal getriebenen Dynamos aufgeladen werden, wenn im TV nichts sehenswertes geboten wird. Dabei achten die Pedalos sorgsam mit der richtigen Ernährung dafür, dass ihr persönlicher CO2-Ausstoss stets im grünen Bereich bleibt (kein Fleisch aber viel Gemüse). Ihre sonstigen Ausscheidungen werden schon längst auf den zu Bio-Gärten umgewandelten Balkonen ihrer MIetwohnungen im Kreislauf der Natur verwertet. Und, man beachte die Logik des Vorgehens, schon wird die Hälfte des Straßenasphalts aufgebrochen zum Anbau von Getreide, Ölsaaten und Kartoffeln, die andere Hälfte wird Einbahnstraße, was für Radfahrer völlig ausreichend ist. Es tut sich also schon was, und nicht zuletzt sei der sympathische Nachbar erwähnt, der ein zweiunddreißig Jahre altes Auto fährt, schon mit steuersparendem H-Kennzeichen, das er mit CO2-neutralem Pflanzenöl betankt. Gerüchteweise wird verbreitet, er tankt auch gebrauchtes Frittieröl, das er geschenkt bekommt und dem Lieferanten Entsorgungskosten erspart. Schöne neue Welt! Solang Greta weiter nur paddelt, richtet sie keinen Schaden an. Und auch das ist zu beachten: Ökologischer Landbau ist sehr arbeitsintensiv und wird nicht wenigen verzweifelten Arbeitern aus der Autoindustrie eine befriedigende Tätigkeit vermitteln.