Kongo: Ex-Präsident Kabila übernimmt Führung neuer Rebellengruppe

Das neue Bündnis ist entschiedener Gegner des kongolesischen Präsidenten Felix Tshisekedi.

Frankfurt am Main/Goma - Der frühere Präsident der Demokratischen Republik Kongo, Joseph Kabila, hat die Führung einer neuen politisch-militärischen Bewegung übernommen. Wie der französische Sender RFI am Dienstag berichtete, vereint das am Montag in der ostkongolesischen Stadt Goma vorgestellte Bündnis „Front für die Neugründung der Nation“ (FRN) die Rebellenallianz AFC und die Miliz M23.

Demnach will die Bewegung den Widerstand gegen die Regierung von Präsident Félix Tshisekedi koordinieren. Es gehe darum, die Kräfte und Ressourcen zu bündeln, „um das Land zu befreien“. Dabei werde auch der Einsatz von Gewalt nicht ausgeschlossen.

Kabila wegen Hochverrats verurteilt

Kabila, der die Demokratische Republik Kongo von 2001 bis 2019 regierte, wurde einstimmig zum Präsidenten des neuen Bündnisses gewählt. Zu seinen Stellvertretern gehören Corneille Nangaa, bisheriger Koordinator des Rebellenbündnisses AFC, Bertrand Bisimwa, bisheriger Präsident der M23-Miliz, sowie der M23-Militärchef Sultani Makenga.

Joseph Kabila ist ein entschiedener Gegner des amtierenden Präsidenten Tshisekedi. Im September 2025 wurde er in Abwesenheit von einem Militärgericht wegen Hochverrats und Kriegsverbrechen zum Tode verurteilt. Die Justiz warf ihm vor, die Rebellen der AFC-M23 zu unterstützen. Seit Januar 2025 wird die ostkongolesische Stadt Goma und weitere Teile der Region von diesen kontrolliert.

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