Liebe Frau Mende, in weltsichten habe ich mich oft geäussert zu unerreichbaren Zielen. Um bei dem Beispiel Hamburg/Daressalam zu bleiben: Weder Hamburg noch in Daressalam wird in einem Jahr die CO2-Emission kleiner sein. Das liegt hauptsächlich an der gewollten Vernebelung der Begriffe. Diese griffige Vehikel "CO2" ist in aller Munde und verdeckt die Tatsache, es handelt sich um den Verbrauch von fossiler Energie. Man kann aber nicht größere Mengen fossiler Energie einsparen ohne das Wirtschaftswachstum zu bremsen. Auch der Bau einer Biogasanlage ist untrennbar mit dem Verbrauch fossiler Energie verknüpft und sie wird nur in einem Zeitraum von 10 bis 20 Jahren mehr CO2 verhindern als ihre Herstellung verursacht hat. (Beton, Betonsteine, Kunststoffe, Metalle usf. können nur mithilfe fossiler Energie gefertigt werden) Dazu müsste sie auch über diese Zeiträume in Betrieb sein. Daran muss man zweifeln, denn die so gewonnene Energie ist teurer als die aus fossiler Quelle. Augenwischerei ist sicher der Vergleich des Energieverbrauchs von Hamburg und Daressalam. In Hamburg könnte man mit spürbaren Einschränkungen (weniger heizen, weniger kühlen, weniger Auto fahren, mehr recyclen) 5% des Energieeinsatzes reduzieren. Diese 5% dürften nach meiner Schätzung dem gesamten Energieverbrauch der Stadt Daressalam entsprechen. Wo ist also "CO2 einsparen" wirksamer? Der Energieeinsatz im Stadtstaat Hamburg hat in den letzten fünf Jahren nie abgenommen. Was wirklich fossile Energie einspart, wird hier und dort mit Störmanövern und bürokratischen Hürden be- oder verhindert. Denn Energieverkauf ist monopolartiges Geschäft, in das die Energieriesen nur ungern eingegriffen sehen. Beobachten wir gemeinsam die genannten drei Projekte. Wenn auch nur eines (eine Million Bäume, produktive Biogasanlage, CO2-Reduktion in beiden Städten in der geplanten Zeit) das Ziel erreicht, spendiere ich Sekt für die Redaktion oder einen runden Gegenwert in anderer Währung. Sie brauchen nichts dagegen setzen, denn Ihre Gewinnchancen sind nicht erkennbar.
Liebe Frau Mende, in weltsichten habe ich mich oft geäussert zu unerreichbaren Zielen. Um bei dem Beispiel Hamburg/Daressalam zu bleiben: Weder Hamburg noch in Daressalam wird in einem Jahr die CO2-Emission kleiner sein. Das liegt hauptsächlich an der gewollten Vernebelung der Begriffe. Diese griffige Vehikel "CO2" ist in aller Munde und verdeckt die Tatsache, es handelt sich um den Verbrauch von fossiler Energie. Man kann aber nicht größere Mengen fossiler Energie einsparen ohne das Wirtschaftswachstum zu bremsen. Auch der Bau einer Biogasanlage ist untrennbar mit dem Verbrauch fossiler Energie verknüpft und sie wird nur in einem Zeitraum von 10 bis 20 Jahren mehr CO2 verhindern als ihre Herstellung verursacht hat. (Beton, Betonsteine, Kunststoffe, Metalle usf. können nur mithilfe fossiler Energie gefertigt werden) Dazu müsste sie auch über diese Zeiträume in Betrieb sein. Daran muss man zweifeln, denn die so gewonnene Energie ist teurer als die aus fossiler Quelle. Augenwischerei ist sicher der Vergleich des Energieverbrauchs von Hamburg und Daressalam. In Hamburg könnte man mit spürbaren Einschränkungen (weniger heizen, weniger kühlen, weniger Auto fahren, mehr recyclen) 5% des Energieeinsatzes reduzieren. Diese 5% dürften nach meiner Schätzung dem gesamten Energieverbrauch der Stadt Daressalam entsprechen. Wo ist also "CO2 einsparen" wirksamer? Der Energieeinsatz im Stadtstaat Hamburg hat in den letzten fünf Jahren nie abgenommen. Was wirklich fossile Energie einspart, wird hier und dort mit Störmanövern und bürokratischen Hürden be- oder verhindert. Denn Energieverkauf ist monopolartiges Geschäft, in das die Energieriesen nur ungern eingegriffen sehen. Beobachten wir gemeinsam die genannten drei Projekte. Wenn auch nur eines (eine Million Bäume, produktive Biogasanlage, CO2-Reduktion in beiden Städten in der geplanten Zeit) das Ziel erreicht, spendiere ich Sekt für die Redaktion oder einen runden Gegenwert in anderer Währung. Sie brauchen nichts dagegen setzen, denn Ihre Gewinnchancen sind nicht erkennbar.