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Dem Artikel über TransFair und verschiedenen Handelspartnern liegt ein grundsätzliches Missverständnis über die Aufgaben der einzelnen Akteure zu Grunde, dass wir gern klären möchten. Wir sind hierzu auch laufend im Austausch mit Gewerkschaften und mit unseren gewerkschaftsnahen Mitgliedsorganisationen, z.B. Nord-Süd-Netz des DGB Bildungswerks, der Christlich Demokratische Arbeitnehmerschaft Deutschlands (CDA), dem Forum Eine Welt & Gesprächskreis Menschenrechte (SPD Forum Eine Welt) sowie der Heinrich Böll Stiftung.

Fairtrade setzt sich für faire Lebens- und Arbeitsbedingungen ein und zwar gemäß dem Vereinsauftrag vor allem für faire Arbeitsbedingungen bei Produzentenorganisationen im globalen Süden. Hier sorgt der Standard für lohnabhängig Beschäftigte, zusammen mit spezifischen Projekten, Kooperation mit lokalen Gewerkschaften und Stärkung der Selbstorganisation von ArbeiterInnen für erkennbare und messbare Veränderungen, wie zahlreiche Studien belegen. Fairtrade ist im globalen Süden Teil der Schritte in die richtige Richtung, Schritte zu mehr Respekt für Arbeitsrecht und zu verbesserten Lebens- und Arbeitsbedingungen.

Gewerkschaften setzen sich für faire Arbeitsbedingungen ein, und zwar vordringlich für die Bedingungen ihrer Mitglieder – die Mitglieder der NGG zum Beispiel in Deutschland im Gastgewerbe, einem Sektor mit viel prekären Arbeitsverhältnissen und großen Problemen.

Dies ist Arbeitsteilung von gesellschaftlich engagierten Akteuren (in diesem Fall von Fairtrade und NGG z.B.), und so erkennt es auch Ver.di explizit in einem Beschluss von 2011 an, der sich eindeutig positiv zu TransFair/Fairtrade positioniert, und über den Gewerkschaftsrat und Bundesvorstand regelmäßig im Austausch sind.

Fairtrade arbeitet als freiwillige Zertifizierung mit Unternehmen, die zertifizierte Produkte handeln, herstellen, weiterverkaufen etc. TransFair versucht dadurch die große Lücke zu verkleinern, die vorhanden ist, weil wir weltweit weder starke Gewerkschaften noch gesetzliche und wirksame menschenrechtliche Sorgfaltspflichten der Unternehmen haben. Die Kooperation von TransFair mit Unternehmen ist daher keinesfalls ein gewerkschaftsfeindlicher Akt. Dies entspricht auch der Sichtweise von Verdi, dem DGB Nord-Süd Netzes, der IGM oder auch der FES.

Wir würden es begrüßen, wenn dies aus Ihrer Berichterstattung/einer Richtigstellung hervorgeht.

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