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ein sehr aufschlussreiches interview!
vielen dank dafür.

was die herausforderungen unserer zeit angeht:
die "entwestlichung" der welt ist in vollem gang.
500+ jahre kolonialer herrschaft des westens gehen zu ende.
die BRICS-staaten tragen zunehmend zum globalen BIP bei.

der "ewige hegemon" USA ["die einzige unverzichtbare nation",
wie auch barack obama sie nannte] droht platz eins zu verlieren
und möchte das möglichst lange hinauszögern.
dazu gehört[e] auch, unbedingt zu verhindern, dass europa und russland
einander näher kommen, ,eurasien einig!' wäre das ende der US-hegemonie.

- zbigniew brzezinsky schrieb bereits 1997,
die ukraine müsse bis 2010 teil europas werden,
um russland weiter zu schwächen.
- die US-einmischung in der ukraine im jahr 2014,
- die tatsache, dass der von den USA eingesetze präsident selenskij
sich nicht an die minsker abkommen gehalten hat,
- stimmen in den USA, die finden, die ukraine müsse "afghanistan_2"
werden, ebenfalls zur weiteren schwächung russlands,
- 14.000[?] menschenleben, die die kämpfe in der ostukraine
seit 2013/14 gefordert haben ...
aspekte, die in der allgemeinen wut auf putin selten zur sprache kommen.

natürlich ist sein angriff auf die ukraine SCHARF zu verurteilen!
natürlich sind kriegsverbrechen SCHARF zu verurteilen.
hat ,der westen' wirklich nicht gemerkt, was putin im schilde führt?
bei aller heute verfügbaren hochmodernen abhör-/spionage-maschinerie?
will der westen wirklich ausblenden, wie viele kriegsverbrechen er begeht?
[will er julian assange tatsächlich seinem schicksal überlassen?]

jetzt, da ein krieg vor der haustür der europäer stattfindet,
werden ihnen eklatante versäumnisse offenbar.
jahrzehntelang wäre zeit gewesen, den warnungen des club of rome [1972]
taten folgen zu lassen. stattdessen ging's "höher, schneller, weiter, wie bisher!"

dass der globale süden so stark von den folgen des kriegs in der ukraine
betroffen ist, ist fatal. dass er sich nicht uneingeschränkt an sanktionen
gegen russland beteiligen will, zeigt den europäern vielleicht endlich:
"jetzt spürt ihr, wie's ist, wenn in eurer unmittelbaren nähe krieg geführt wird.
erkennt ihr jetzt endlich auch, dass wir eure stellvertreterkriege SATT HABEN?"

wer allerdings neuerlicher aufrüstung mehr raum gibt als diplomatie und abrüstung,
der sollte vielleicht albert einsteins feststellung bedenken, der zufolge ein problem
sich nie durch die denkweise lösen lässt, durch die es einst entstanden ist.

aber auch hier bleibt die frage: was will ,der westen’ wirklich?

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