Da sind sie wieder, die Spontis. "Macht kaputt, was Euch kaputt macht", hieß es in den 70ern und 80ern. Wieder polarisieren sie, werden bewundert und gefeiert von den einen, gefürchtet und diffamiert von den anderen. Die Medien jazzen alles mit wachsender Begeisterung hoch und verfestigen die Fronten. Wachstumsfixierter Kapitalismus, atomgläubige Energiewirtschaft, chemievernarrtes Agrobusiness – Gründe für den Kampf gegen die herrschenden Umstände gab es im Laufe der Jahre genug. Zur Wahrheit gehört, daß es zu unsäglichen Auswüchse kam wie den deutschen Herbst, ermordeten Polizisten an der Startbahn West, blindwütige Zerstörungswut und was noch. Doch der gewalttätige Protest sah sich moralisch stets auf der richtigen Seite.
Über vieles ist Gras gewachsen, wir erinnern uns mit einer gewissen Nostalgie an diese Zeiten. Aber was wurde denn konkret erreicht durch Widerstand, Krawall und Grenzüberschreitung? Dürfen wir den alten Spontis dankbar sein für ihre Erfolge und die jungen Spontis feiern für das, was da noch kommt?
Wir leben auf Kosten der nachfolgenden Generation und diese hat ein Recht auf Widerstand, so geht die Erzählung. Aber stimmt das denn? Immer musste jede Generation mit den Fehlern der vorhergehenden Generationen leben und diese im Zweifel ausbügeln. Das war nur zu erreichen mit Neugier, Bildung, Fortschritt, Wachstum. So wie wir Boomer die Erde lebenswerter gemacht haben als wir sie von unseren Eltern übernommen haben (inklusive der Freiheit, überall und jederzeit zu protestieren), so haben das unzählige Generationen vor uns getan und so müssen die Jungen das nun auch tun. Weg von den Straßen, rein in die Schulen und die Universitäten, die Zukunft mit neuen, bisher nie gedachten Ideen gestalten und möglichst alles besser machen! Und zwar bevor die Chinesen uns das auf ihre Art vormachen. Dann ist sowieso Schluß mit der Sponti-Seligkeit.
Da sind sie wieder, die Spontis. "Macht kaputt, was Euch kaputt macht", hieß es in den 70ern und 80ern. Wieder polarisieren sie, werden bewundert und gefeiert von den einen, gefürchtet und diffamiert von den anderen. Die Medien jazzen alles mit wachsender Begeisterung hoch und verfestigen die Fronten. Wachstumsfixierter Kapitalismus, atomgläubige Energiewirtschaft, chemievernarrtes Agrobusiness – Gründe für den Kampf gegen die herrschenden Umstände gab es im Laufe der Jahre genug. Zur Wahrheit gehört, daß es zu unsäglichen Auswüchse kam wie den deutschen Herbst, ermordeten Polizisten an der Startbahn West, blindwütige Zerstörungswut und was noch. Doch der gewalttätige Protest sah sich moralisch stets auf der richtigen Seite.
Über vieles ist Gras gewachsen, wir erinnern uns mit einer gewissen Nostalgie an diese Zeiten. Aber was wurde denn konkret erreicht durch Widerstand, Krawall und Grenzüberschreitung? Dürfen wir den alten Spontis dankbar sein für ihre Erfolge und die jungen Spontis feiern für das, was da noch kommt?
Wir leben auf Kosten der nachfolgenden Generation und diese hat ein Recht auf Widerstand, so geht die Erzählung. Aber stimmt das denn? Immer musste jede Generation mit den Fehlern der vorhergehenden Generationen leben und diese im Zweifel ausbügeln. Das war nur zu erreichen mit Neugier, Bildung, Fortschritt, Wachstum. So wie wir Boomer die Erde lebenswerter gemacht haben als wir sie von unseren Eltern übernommen haben (inklusive der Freiheit, überall und jederzeit zu protestieren), so haben das unzählige Generationen vor uns getan und so müssen die Jungen das nun auch tun. Weg von den Straßen, rein in die Schulen und die Universitäten, die Zukunft mit neuen, bisher nie gedachten Ideen gestalten und möglichst alles besser machen! Und zwar bevor die Chinesen uns das auf ihre Art vormachen. Dann ist sowieso Schluß mit der Sponti-Seligkeit.