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Es ist notwendig, dass Kirche, Politik und Gesellschaft in Deutschland von der deutlich gestiegenen Gewalt gegen Christen in vielen Ländern erfahren. Open Doors erfasst zahlenmäßig im Weltverfolgungsindex dabei die Christen als von Diskriminierung und Verfolgung betroffen, die dies aufgrund ihres Glaubens erfahren. Die Behauptung von Frau Buck: "Offenbar gelten für Open Doors alle Christen als verfolgt, die in Konfliktgebieten leben." ist falsch. Vielmehr erfasst Open Doors separat für Bundesländer oder Provinzen und Regionen anhand eines Fragenkatalogs an einheimische Christen, in welchem Ausmaß, in welcher Häufigkeit und in welcher Art Christen Diskriminierung und Gewalt erleben – und auch, wie viele Christen regional betroffen sind. Dabei wird jeweils noch separat untersucht, in welcher Weise dies die Lebensbereiche Privatleben, Familienleben, Leben in der Gesellschaft, Leben im Staat sowie kirchliches Leben betrifft. Zusätzlich dokumentiert Open Doors die Anzahl und Art gewaltsamer Übergriffe gegen Christen – aufgrund ihres Glaubens. Aus all dieser Information ergibt sich ein engmaschiges Bild für einzelne Regionen. Die Situation in den Regionen/Bundesstaaten führen in ihrer Gesamtheit zur Bewertung eines ganzen Landes.
So haben Christen in Indien etwa im Süden eine völlig andere Situation hinsichtlich Glaubensfreiheit und gewaltsame Übergriffe als Christen im Norden. Gleiches gilt für andere Länder.

Die ausführlichen Länderberichte umfassen oft 30-40 aber auch bis zu 100 Seiten je Land. Da erscheint es fragwürdig, dass Frau Buck zur Behauptung gelangt, Open Doors würde sich nicht mit den Konflikten im Land auseinandersetzen. Wer genauere Informationen sucht - inklusive Hintergrundinfo und Analysen - muss etwas Arbeit investieren und einzelne Länderberichte studieren. Diese Informationen lassen sich nicht in eine Pressemeldung oder einen Begleittext von 10 Seiten unterbringen. Frau Buck empfiehlt Open Doors "sollte sich wenigstens ansatzweise die Mühe machen, die Hintergründe eines Konfliktes zu verstehen". Die Mühe und deren Ergebnisse sind nachlesbar. Dazu ist aber eine gründlichere Auseinandersetzung mit dem Weltverfolgungsindex notwendig. Oft hilft es auch, einmal die eigene Sichtweise zu hinterfragen. Ein Hilfswerk, das seit 1955 verfolgten Christen zur Seite steht – aktuell in mehr als 75 Ländern – hat mehr Information zur Hand als eine Journalistin.

Dass der Aufruf von Open Doors zu Gebet und Spenden von Frau Buck ins Lächerliche gezogen wird, schmerzt. Ist derlei Berichterstattung von Welt-Sichten gewünscht, wird sie gar unterstützt? Auch hinsichtlich Spenden / Finanzen ist Frau Buck bemüht, Open Doors Schaden zuzufügen. Sie schreibt: "Auf wiederholte Nachfrage gab es schließlich an, dass es 2022 rund 37 Millionen Euro zur Verfügung hatte." Das ist nicht die Wahrheit. Es gab nur EINE Anfrage (Samstagmorgen) und die wurde am nächsten Arbeitstag (Montagmittag) beantwortet.

Will Frau Buck gezielt Misstrauen und Zersetzung säen? Sie gibt korrekt wieder, dass "6,7 Millionen Euro in „satzungsgemäße Kampagnen- und Öffentlichkeitsarbeit“ fließen. Und mutmaßt: "Dazu gehören offenbar politische Lobby-Arbeit sowie Infomaterialien ...". Für politische Lobby-Arbeit wird im Jahr ein geringer vierstelliger Betrag aufgewendet und nur, um Politiker über die Situation verfolgter und diskriminierter Christen zu informieren. Erstens ist dies laut Satzung ein Teil des Auftrags von Open Doors (genauso wie die Information der Gesellschaft und Kirchen), zweitens ist die Informationslage hinsichtlich Verfolgung von Christen im politischen Berlin ausbaufähig; es ist notwendig Politiker dazu zu informieren, da dies etwa durch das Auswärtige Amt und andere Behörden zu wenig geschieht.

Und zu den Finanzen: Wenn von 31,5 Millionen Spendeneinnahmen rund 25 Millionen in Projekte zur Unterstützung verfolgter Christen in deren Heimatländern fließen, ist dies eine beachtliche Hilfe für Christen, die unzählig oft ausgegrenzt, diffamiert, schikaniert, bedroht, beschimpft, verprügelt, vergewaltigt, überfallen, ausgeplündert, vertrieben und willkürlich verhaftet werden – weil sie Christen sind. In vielen Familien z.B. in Subsahara-Afrika wurden gezielt die Väter, d.h. die Versorger der Familie ermordet. Ziel ist immer, die Christen und Kirchen zu schwächen und sie zum Aufgeben oder Abwandern zu zwingen. Auch da leistet Open Doors finanzielle Unterstützung.
Fazit: Anstatt die notvolle Situation verfolgter und diskriminierter Christen aufzugreifen und für deren Unterstützung einzutreten, hat Frau Buck nur das Ziel, Open Doors zu beschädigen. Das ist journalistisch arm und unprofessionell.

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