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Jedem Praktiker stößt übel auf, wenn aus "gut gemacht" nur "gut gemeint" wird. Im besagten Text wird einmal mehr Zusammensetzung und Herkunft von biogenen Treibstoffen falsch dargestellt. Das mindert den Lesespass und lässt auch Zweifel am Kontext aufkommen. Vermutlich wird eine Korrektur die Autoren nicht erreichen, bleibt zu hoffen, dass inhaltliche Fehler in der Redaktion bemerkt werden. Die Sequenz ---dem Benzin Agrartreibstoffe beizumischen und die daraus resultierenden Importe von Pflanzenöl--- führt in die Irre. Benzin kommt niemals mit Pflanzenöl in Berührung. Zur Substitution von Benzin braucht man Alkohol, gewonnen z.B. aus Mais, Weizen und Zuckerrohr. Bei der Verarbeitung ergeben sich, außer beim Zuckerrohr, kaum nutzbare Reststoffe. Anders beim Dieselersatz auf der Basis von Öl aus Ölfrüchten. Hier gewinnt man Öl und Presskuchen, der vielfach wertvoller ist als das Öl. Der Presskuchen ist auch Tiernahrung und deshalb zur gesunden Ernährung der Menschen unverzichtbar. Ist der Absatz von Öl und Pressrest nicht wirtschaftlich möglich, wird gar nicht gepresst und wie in Deutschland Sojaschrot in riesigen Mengen importiert. Erwähnenswert ist auch, dass es reichlich Ölfrüchte gibt, die nicht zum Verzehr geeignet sind und dennoch restlos verwertet werden können wie Baumwollsamenöl und die Früchte des Purgiernussstrauchs (Mapono), der in Afrika als Hecke wächst. Mit einseitigen, mangelhaften und interessengesteuerten Informationen kann man nicht helfen. Der Wunsch nach einem neuen Ministerium kann man nur als Witz betrachten, die Karrikatur deutet das an.

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