Das informative Interview mit Frau Omari gibt mir Anlass einmal mehr auf schon bestehende Initiativen und nachfolgende Möglichkeiten hinzuweisen. Afrika ist groß und deshalb ist es nicht verwunderlich, wenn BONERGIE mit seinen erfolgreichen Schritten in Senegal und Benin nicht erwähnt wird. Auf der Website bonergie.de kann sich jeder über Ziele des Unternehmens und den Stand der Entwicklung informieren. Mir scheint zunächst wichtig, dass die Anlagen von Frau Schwarz mit Krediten finanziert werden, die von den Frauen leicht bedient werden können, weil Solarstrom sie sofort vom Kauf von Lampenöl und Batterien entlastet und eigenes Einkommen ermöglicht. Schon jetzt werden unzählige Handys mit Solarstrom geladen, wodurch Fahrten in die nächste Stadt wegfallen. Strom und Licht ermöglichen den Frauen nun, mit eigenen Geschäften Geld zu verdienen, Läden und Lokale auch nachts zu beleuchten und Schulen, Kühlschränke und Computer zu betreiben. Mir als Praktiker erscheint noch unverzichtbar der Hinweis auf das breite Spektrum von Akku-Geräten, die inzwischen fast alle netzbetriebenen Maschinen ersetzen können. Damit können Handwerker fern der Städte produzieren und alle Akkus mit Solarstrom laden. Kochen kann man damit zwar nicht, aber dafür gibt es schon seit Jahrzehnten Alternativen zum zerstörerischen Kochen mit Holz. Ein Solarkocher konzentriert Sonnenlicht auf einen Punkt über 150 Grad und seine Herstellung ist, mit einem Investment unter 20 Euro verbunden. Aufwändiger sind Biogas-Anlagen, die allerdings Tag und Nacht Kochgas liefern. Aufwand hier etwa 100 Euro, gefüttert wird die Anlage mit Tierdung, Grünzeug und biogenem Abfall. Die tradionell in Afrika angebaute Purgiernuss liefert Öl, aus dem man Seife herstellt und das Dieseltreibstoff ersetzen kann. Die Pressreste können sowohl Dünger als auch Brennstoff sein. Mir ist eine Ölmühle in Tansania bekannt, die mit 5000 Euro Kirchengeld aufgebaut wurde. Bisher fertigt man dort aber nur Seife aus dem Öl, was jährliche Einkünfte von 50 Euro ergab. Der Antriebsmotor der Presse, ein Einzylinder Diesel, wird mit gekauftem Diesel gefüttert obwohl er mit dem Öl der Purgiernuss laufen würde. Meine Initiativen in dieser Richtung blieben unbeantwortet. Bis auf die PV-Anlagen können alle Komponenten für nachhaltiges Wirtschaften vor Ort hergestellt oder beschafft werden, was schnell Tausende von Arbeitsplätzen ergäbe. Das daran die Großindustrie kein Interesse hat ist naheliegend. Umso wichtiger wäre koordinierte Zusammenarbeit mit den Menschen in den Dörfern. Da haben die Kirchen noch einiges nachzuholen
Das informative Interview mit Frau Omari gibt mir Anlass einmal mehr auf schon bestehende Initiativen und nachfolgende Möglichkeiten hinzuweisen. Afrika ist groß und deshalb ist es nicht verwunderlich, wenn BONERGIE mit seinen erfolgreichen Schritten in Senegal und Benin nicht erwähnt wird. Auf der Website bonergie.de kann sich jeder über Ziele des Unternehmens und den Stand der Entwicklung informieren. Mir scheint zunächst wichtig, dass die Anlagen von Frau Schwarz mit Krediten finanziert werden, die von den Frauen leicht bedient werden können, weil Solarstrom sie sofort vom Kauf von Lampenöl und Batterien entlastet und eigenes Einkommen ermöglicht. Schon jetzt werden unzählige Handys mit Solarstrom geladen, wodurch Fahrten in die nächste Stadt wegfallen. Strom und Licht ermöglichen den Frauen nun, mit eigenen Geschäften Geld zu verdienen, Läden und Lokale auch nachts zu beleuchten und Schulen, Kühlschränke und Computer zu betreiben. Mir als Praktiker erscheint noch unverzichtbar der Hinweis auf das breite Spektrum von Akku-Geräten, die inzwischen fast alle netzbetriebenen Maschinen ersetzen können. Damit können Handwerker fern der Städte produzieren und alle Akkus mit Solarstrom laden. Kochen kann man damit zwar nicht, aber dafür gibt es schon seit Jahrzehnten Alternativen zum zerstörerischen Kochen mit Holz. Ein Solarkocher konzentriert Sonnenlicht auf einen Punkt über 150 Grad und seine Herstellung ist, mit einem Investment unter 20 Euro verbunden. Aufwändiger sind Biogas-Anlagen, die allerdings Tag und Nacht Kochgas liefern. Aufwand hier etwa 100 Euro, gefüttert wird die Anlage mit Tierdung, Grünzeug und biogenem Abfall. Die tradionell in Afrika angebaute Purgiernuss liefert Öl, aus dem man Seife herstellt und das Dieseltreibstoff ersetzen kann. Die Pressreste können sowohl Dünger als auch Brennstoff sein. Mir ist eine Ölmühle in Tansania bekannt, die mit 5000 Euro Kirchengeld aufgebaut wurde. Bisher fertigt man dort aber nur Seife aus dem Öl, was jährliche Einkünfte von 50 Euro ergab. Der Antriebsmotor der Presse, ein Einzylinder Diesel, wird mit gekauftem Diesel gefüttert obwohl er mit dem Öl der Purgiernuss laufen würde. Meine Initiativen in dieser Richtung blieben unbeantwortet. Bis auf die PV-Anlagen können alle Komponenten für nachhaltiges Wirtschaften vor Ort hergestellt oder beschafft werden, was schnell Tausende von Arbeitsplätzen ergäbe. Das daran die Großindustrie kein Interesse hat ist naheliegend. Umso wichtiger wäre koordinierte Zusammenarbeit mit den Menschen in den Dörfern. Da haben die Kirchen noch einiges nachzuholen